"Als Tabellenführer zum Nationalteam zu kommen, macht mich sehr stolz. Ich möchte den Schwung mitnehmen", blickt der Abwehrspieler optimistisch in die Zukunft. Die ÖFB-Auswahl steht in der EM-Qualifikation nach dem mühevollen 2:0 zum Auftakt gegen Kasachstan am 8. Oktober in Wien vor einem Pflichtsieg gegen Aserbaidschan, vier Tage später ist in Brüssel Belgien der Gegner. "Unser Ziel müssen mindestens vier Punkte sein", betonte Fuchs, der nach einem kurzen Zwischenstopp in seinem niederösterreichischen Heimatort Mollram (bei Neunkirchen) am Sonntag zum Team reist.
Nach der Länderspielpause haben die Mainzer die Möglichkeit, im Heimspiel gegen den Hamburger SV am 16. Oktober mit dem achten Erfolg en suite eine alleinige Bestmarke aufzustellen. "Dass wir jetzt in der ewigen Bestenliste stehen, ist schon etwas Besonderes. Und wir haben noch die Chance, diese Liste alleine anzuführen", hat Fuchs, der gegen den HSV sein 60. Bundesligaspiel bestreiten dürfte, noch nicht genug. An der Vereins-Philosophie ändere sich aber nichts. "Wir genießen diese Zeit, mit Rekorden beschäftigen wir uns nicht wirklich", fügte Fuchs hinzu.
"Es war das schwierigste Spiel der Saison"
Beim 4:2-Erfolg über Hoffenheim spielte der 24-Jährige wieder durch und stellte mit einem Stangen-Freistoß aus 30 Metern auch einmal mehr seine Qualitäten bei ruhenden Bällen unter Beweis. "Es war insgesamt das schwierigste Spiel der Saison. Aber durch frühe Tore in jeder Hälfte konnten wir Hoffenheim in Schach halten", resümierte der Ex-Bochum-Spieler, der in der ersten Hälfte mit Rückenproblemen und den Folgen eines Schlages gegen den Kopf zu kämpfen hatte.
Fuchs von Stadionatmosphäre überwältigt
Nach Toren von Sami Allagui (2.), Adam Szalai (47.), einem Eigentor von Luiz Gustavo (59.) sowie einem Elfmeter von Andre Schürrle (79.) und dem Schlusspfiff kochte die Stimmung im mit 20.100 Zuschauern besetzten Stadion am Bruchweg. "So etwas habe ich noch nicht erlebt. Die Atmosphäre hat alles bisher Dagewesene übertroffen. Das ganze Stadion hat geschrien, das hat man bis Frankfurt gehört", war Fuchs überwältigt. Ex-ÖFB-Teamkapitän Andreas Ivanschitz kam diesmal ab der 87. Minute zumindest zu einem Kurzeinsatz.
Vom Titel noch keine Rede
Vom Titel wird in Mainz weiterhin nicht gesprochen, die Statistik spricht in diesem Punkt aber auch nicht für den FSV, da sowohl die Bayern als auch Kaiserslautern nach den sieben Siegen zum Auftakt in der Folge nicht den Titel geholt hatten. "Wir wissen das schon einzuordnen. Keiner hier in Mainz wird abheben", versicherte FSV-Manager Christian Heidel.
Die unterlegenen Gäste waren nicht nur unzufrieden. "Wir haben in Ballbesitz unsere beste Saisonleistung gezeigt. Wenn du auswärts aber vier Gegentore bekommst, dann ist es schwer, zu gewinnen", sagte Hoffenheim-Trainer Ralf Rangnick, der Andreas Ibertsberger neuerlich nur auf die Bank gesetzt hatte.








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