Die drei Osttiroler Gemeinden Kartitsch, Ober- und Untertilliach sowie der Kärntner Ort Lesachtal haben den Tiroler Gemeinde-Kooperationspreis 2020 gewonnen. Das Land holt damit Regionen vor den Vorhang, die besonders eng zusammenarbeiten und auf diese Weise gemeinschaftliche Projekte verwirklichen können.
70 Millionen Euro erhielten die Tiroler Gemeinden aus dem Corona-Topf des Landes. Trotzdem ist die finanzielle Lage oft prekär. „Viele größere Umsetzungen wären für eine Gemeinde alleine nicht zu stemmen“, erläuterte Gemeindereferent LR Hannes Tratter bei der Vorstellung des Kooperationspreises. Das Siegerprojekt sei ein Paradebeispiel dafür, was durch Kooperationen – in diesem Fall sogar bundesländerübegreifend – möglich ist.
50 Projekte in Planung
Mit 8000 Euro ist der erste Preis, der durch Jury und Online-Voting deckungsgleich ermittelt wurde, dotiert. „Eine gemeinsame Marke entwickeln, die Zusammenarbeit der Schulen und Kindergärten forcieren sowie Maßnahmen für eine verbesserte Mobilität umsetzen - das Siegerprojekt besticht durch seine Vielfältigkeit“, sagte Christian Härting, Vizepräsident des Tiroler Gemeindeverbandes. 50 konkrete Projekte sollen nach den Willen der Siegergemeinden in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden.
Stubaital und Alpbachtal knapp dahinter
Der zweite Platz geht an den Regionalentwicklungsprozess „Stubai united“, der 2017 gestartet wurde. Hier kooperieren Fulpmes, Mieders, Neustift, Schönberg und Telfes. Das Alpbachtal erhielt für seine Idee einer Klima- und Energiemodellregion den dritten Preis. Ziel ist eine zu 100% saubere Energiegewinnung.









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