14.09.2020 11:16 |

Allein in Nordamerika

Amazon heuert 100.000 zusätzliche Mitarbeiter an

Amazon baut als einer der wenigen Profiteure der Coronavirus-Krise seine Belegschaft in den USA und Kanada im großen Stil aus. Man werde 100.000 neue, reguläre Voll- und Teilzeitstellen schaffen, kündigte der Internet-Konzern am Montag in einem Blogeintrag an.

Damit wolle Amazon seine Präsenz in der Fläche erweitern. Außerdem eröffne Amazon noch im September 100 neue Betriebsgebäude in Logistik-Zentren, Auslieferungsstationen, Sortierzentren und anderen Standorten.

Umgerechnet 13 Euro pro Stunde
Amazon bietet seinen neuen Mitarbeitern nach eigenen Angaben einen Anfangslohn von mindestens 15 Dollar (etwa 13 Euro) pro Stunde. Das ist mehr als doppelt so viel wie der in den USA bundesweit gültige Mindestlohn von 7,25 Dollar. Allerdings haben in den USA zum Teil Bundesstaaten, Städte und Gemeinden eigene Mindestlohnbestimmungen. So liegt der Mindestlohn in der Amazon-Heimatstadt Seattle für Unternehmen mit 501 Beschäftigten oder mehr bei 16,39 Dollar pro Stunde.

Amazon teilte mit, in ausgewählten Städten biete man Anmeldeboni von bis zu 1000 Dollar an. Außerdem lockt das Unternehmen Vollzeitbeschäftigte mit weiteren Zusatzleistungen, darunter Gesundheitsversicherung, Elternzeit sowie einer betrieblichen Altersvorsorge.

Kritik an Arbeitsbedingungen
Amazons Aussagen hielten Beschäftigte in der Vergangenheit immer wieder Vorwürfe entgegen, der US-Konzern beute seine Mitarbeiter aus und behandle sie wie Roboter. In den letzten Monaten warfen Angestellte dem E-Commerce-Giganten zudem vor, nicht genug zu unternehmen, um sie in den Amazon-Betriebsstätten vor einer Corona-Infektion zu schützen.

In Österreich betreibt Amazon ein Paketzentrum im niederösterreichischen Großebersdorf, in dem im Februar die Finanzpolizei eine Razzia durchführte. Dabei wurden 174 Angestellte von - Amazon wickelt den Paketversand über externe Dienstleister ab - 36 Leiharbeitsfirmen überprüft. Bei 49 von ihnen gab es arbeitsrechtliche Beanstandungen.

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