NÖ-Konjunkturprogramm

Mikl-Leitner: „Gemeinsam aus der Krise schaffen“

Ein Konjunkturprogramm in Niederösterreich soll die Auswirkungen der Corona-Krise abfedern. 229 Millionen Euro für die kommenden zwei Jahre umfasst es und 450 Millionen Euro an Investitionen sollen dadurch ausgelöst werden, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Freitag.  

„Wir stehen im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Coronakrise vor entscheidenden Monaten. Unser Motto in Niederösterreich ist dabei klar: gemeinsam aus der Krise. Miteinander in die Zukunft“, sagte Mikl-Leitner nach einer Arbeitsklausur der ÖVP Niederösterreich.

Wirtschaftseinbruch von 6,6 Prozent
Die Landeshauptfrau verwies auf den von Forschern errechneten Wirtschaftseinbruch von 6,6 Prozent für das Bundesland. „Wir müssen dem Trend etwas entgegensetzen, damit Betriebe gut aus der Krise kommen.“ Mit dem Konjunkturprogramm sollen die Regionen ebenso wie die Innovationskraft und die Liquidität von Unternehmen gestärkt werden. Dem stehe angesichts der Pandemie ein prognostizierter Einbruch des Landesbudgets von etwa 750 Millionen Euro bis Jahresende gegenüber.

Die Regionalförderung soll um zehn Mio. Euro für 2020 und 2021 erhöht werden, woraus sich ein Topf von jährlich 37,5 Mio. Euro ergebe. „Darüber hinaus setzen wir auf die Schaffung eines regionalen wirtschaftlichen Netzwerkes“, kündigte Mikl-Leitner an.

Innovationsförderung und Überbrückungskredite
Das Land will zudem die Innovationsförderung von 15 auf 30 Mio. Euro jährlich erhöhen. Für die bereits im Juni angekündigte Initiative „digi4KMU“, die kleine und mittelständische Firmen bei der Digitalisierung unterstützen soll, werden für 2021 nochmals zehn Millionen Euro investiert.

Mit Überbrückungskrediten sollen Liquiditätsprobleme von Firmen abgefangen werden. Die Politikerin stellte auch neue Finanzierungsmöglichkeiten und Hilfestellungen zur Stärkung der Kapitalbasis in Aussicht. „Wir nehmen 100 Millionen Euro in die Hand, um Liquiditätsprobleme auszugleichen und gut durch die Krise zu kommen.“ Die Landeshauptfrau rief Unternehmer dazu auf, die Förderungen auch wahrzunehmen: „Je schneller die Initiativen abgerufen werden, desto schneller kann es bergauf gehen.“

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