US-Präsident Donald Trump sorgte mit einem Kommentar zum Tod Rob Reiners und seiner Ehefrau Michele für Irritationen und Entrüstung. Reiner sei Berichten zufolge gestorben, weil er Wut ausgelöst habe mit seiner Aufregung über den US-Präsidenten, schrieb Trump. „Er war bekannt dafür, dass er die Menschen verrückt gemacht hat mit seiner rasenden Besessenheit mit Präsident Donald J. Trump.“
Arnold Schwarzeneggers Sohn Patrick nannte das Posting „widerlich“, Whoopie Goldberg fragte „Kann man noch tiefer sinken?“ und der republikanische Abgeordnete Don Bacon schimpfte über „diese Respektlosigkeit, die man von einem Betrunkenen in einer Bar aber nicht vom amerikanischen Präsidenten erwartet“.
Shitstorm aller Lager
Donald Trumps pietätsloses Statement vereint die politischen Lager im gemeinsamen Shitstorm – gegen ihn. Obwohl Reiners Sohn Nick bereits wegen Mordverdachts verhaftet wurde, schwadronierte der US-Präsident auf seinem „Truth Social“-Portal, dass die Opfer selbst schuld an ihrem Gewalttod seien – weil diese am „Trump Derangement Syndrom“ gelitten und dadurch „Hass erzeugt“ hätten.
Trump nannte den linksliberalen Kult-Regisseur einen „einst sehr talentierten Filmregisseur und Comedy-Star“. Dieser sei angeblich an der Wut gestorben, die er bei anderen ausgelöst habe – „durch sein massives, unbeugsames und unheilbares Leiden an einer geistig lähmenden Krankheit, bekannt als TDS – oder Trump Derangement Syndrome“. Zur Erklärung: „TDS“ wird von der politischen Rechten als ein „Hassleiden“ deklariert, das aus der irrationalen Verachtung gegenüber dem Präsidenten entstehe. „Er war dafür bekannt, Menschen mit seiner rasenden Besessenheit für Präsident Donald J. Trump in den WAHNSINN getrieben zu haben, wobei seine offensichtliche Paranoia neue Höhen erreichte, während die Trump-Regierung alle Ziele und Erwartungen an Größe übertraf“, hieß es in dem Beitrag des Präsidenten weiter.
Lautstarker Trump-Gegner
Reiner war zu Lebzeiten ein lautstarker Kritiker von Trump gewesen und hatte diesen 2017 als „geistig ungeeignet“ für das Weiße Haus deklariert. „Donald Trump ist der mit Abstand am wenigsten qualifizierte Mensch, der jemals das Präsidentenamt der Vereinigten Staaten übernommen hat“, sagte Reiner 2017 in einem Interview mit „Variety“.
Die verbale Breitseite des Präsidenten gegen Reiner wurde unterdessen auch von hochrangigen Mitgliedern seiner eigenen Partei scharf verurteilt. Die Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene postete: „Dies ist eine Familientragödie, bei der es nicht um politische Gegner geht. So etwas sollte mit Mitgefühl begegnet werden – insbesondere dann, wenn es in Mord endet.“ Der konservative Kommentator Robbie Starbuck, sonst ein eingefleischter Fan des Präsidenten: „Es ist mir egal, welche politische Einstellung sie hatten oder was sie von Trump hielten – kein gesetzestreuer Mensch verdient so etwas. Wir sollten für ihn beten, den Angehörigen unser Beileid aussprechen und es NICHT politisieren.“
Die Kritik von allen Seiten hielt Trump nicht davon ab, in einem späteren Interview weiter über den ermordeten Regisseur herzuziehen: „Ich war kein Fan von ihm. Er war ein geistesgestörter Mensch, wenn es um Trump ging. Er hat sich karrieremäßig selbst ins eigene Fleisch geschnitten, als er zu einem Trump-Hasser wurde. Ich habe ihn immer als sehr schlecht für unser Land angesehen!“
Sohn unter Mordverdacht verhaftet
Reiners Sohn Nick (32) wurde wegen Mordverdachts an seinen Eltern festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft, nachdem das Gericht die Kautionssumme von vier Millionen Dollar auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft zurückgenommen hatte. Dem lange drogensüchtigen Nick wird vorgeworfen, Vater Rob und Mutter Michele in deren 13,5 Millionen Dollar teuren Villa die Kehlen durchgeschnitten zu haben.
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