19.08.2020 11:39 |

130 Euro Aufpreis

„Flight Simulator“-Käufer beklagen Upgrade-Abzocke

Flugsimulator-Fans aus aller Welt erheben sich dieser Tage mit dem neuen Microsoft „Flight Simulator“ in die Lüfte. Wer wirklich alle hochdetaillierten Flieger und Flughäfen im Spiel haben will, muss tief in die Tasche greifen und 120 Euro für die Premium-Deluxe-Version auf den Tisch legen. Wer mit dem Gedanken spielt, die Standardversion und bei Gefallen nachträglich Flieger und Flughäfen zu kaufen, zahlt noch weit mehr …

Wie das IT-Portal „WinFuture“ berichtet, sehen Käufer der Standardversion in dieser Geschäftspolitik Abzocke. Die Upgrades, mit denen man nachträglich zusätzliche Flieger der Luxusversion freischalten kann, kosten nämlich mehr als die Standardversion des Flugsimulators selbst.

Im Worst Case zahlt man 130 Euro mehr!
Ein Upgrade mit fünf Flugzeugen und Flughäfen auf die Deluxe-Version kostet im offiziellen In-Game-Store satte 80 Euro, fünf Flieger und Flugzeuge der Premium-Version gibt es für 100 Euro, das komplette Upgrade von der Standard- auf die Premium-Deluxe-Version mit zehn zusätzlichen Fliegern und Flughäfen kostet 85 Euro.

Rechnet man den Preis der Standardedition von 70 Euro mit ein und kauft Premium- und Deluxe-Paket getrennt, kommen 250 Euro zusammen. So zahlt man also 130 Euro mehr als wenn man gleich zur 120 Euro teuren Premium-Deluxe-Edition gegriffen hätte. Wer alle Inhalte des „Flight Simulator“ erleben und nicht nachträglich ausgenommen werden will wie eine Weihnachtsgans, sollte also gleich zur 120-Euro-Luxusversion greifen.

Video: Der Microsoft „Flight Simulator“ im Wandel

Upgrades bei anderen Spielen weit billiger
Dass Microsoft so tief in die Börsel seiner Kundschaft greift, wenn diese zusätzliche Download-Inhalte erstehen wollen, ist ungewöhnlich: In vielen Spielen wird beim Upgrade auf die nächstbessere Version nur der Differenzbetrag fällig. Bei Microsoft kosten die Upgrades im In-Game-Shop des „Flight Simulator“ dagegen mehr als die Standardversion des Spiels selbst.

Besonders ärgerlich: Wie teuer die Upgrades sind, erfahren die „Flight Simulator“-Nutzer erst nach dem Kauf des Spiels, da sie vorher ja keinen Zugang zum In-Game-Shop haben. Und wenn Käufer der Standardversion um 70 Euro dort feststellen, dass sie für die Upgrades weit mehr als zuvor für das komplette Spiel bezahlen, dürften viele von ihnen trotz all der Vorzüge des neuen Flugsimulators bereuen, nicht gleich zur 120-Euro-Edition gegriffen zu haben.

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