19.08.2020 06:00 |

Notepad++

Entwickler zu kritisch: China verbannt Texteditor

Dass der Einparteienstaat China regierungskritische Inhalte im Internet zensiert, ist allseits bekannt. Dass China aber auch Software verbietet, wenn deren Entwickler den Machthabern in Peking nicht passt, ist ein bisher unbekanntes Phänomen. Eines, das der Entwickler des Texteditors Notepad++ am eigenen Leib erfahren musste.

Auf Twitter postete Don Ho, der Entwickler von Notepad++, einen Screenshot. Darauf zu sehen: Ein Warnhinweis, der beim Aufruf der Download-Seite des Texteditors mit chinesischer IP-Adresse auftaucht. Die Seite wurde offenbar von der Regierung in Peking gesperrt.

Grund dafür dürfte sein, dass Ho sich immer wieder mit der unterdrückten chinesischen Volksgruppe der Uiguren und den Demonstranten in Hongkong solidarisiert hat. Auf der Download-Seite des Texteditors hatte der Programmierer im Juli eine Botschaft an die Hongkonger veröffentlicht: „Ich lehne es ab, dass unsere Rechte zur freien Meinungsäußerung von einem autoritären Staat eingeschränkt werden. Notepad++ steht hinter den Menschen in Hongkong.“

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Ich bin nicht überrascht von der Reaktion. Aber da freie Meinungsäußerung ein Grundrecht ist, werde ich nicht schweigen.

Don Ho, Entwickler von Notepad++

Im Gespräch mit dem IT-Portal „Bleeping Computer“ sagt Ho: „Ich bin nicht überrascht von der Reaktion. Aber da freie Meinungsäußerung ein Grundrecht ist, werde ich nicht schweigen.“

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