Für Kulturhauptstadt:

Schiffslärm in Sinfonie verwandelt

Wie kann man aus den Geräuschen eines 30 Meter langen, 81 Tonnen schweren und elf Stockwerke hohen Frachtschiffs Musik zu machen? Die Linzer Künstlerin Christine Hinterkörner hat es geschafft, daraus sogar eine ganze Sinfonie zu komponieren - der Lohn dafür: Die Kulturhauptstadt Rijeka präsentiert das Projekt.

Am kroatischen Hafen von Rijeka können sich Passanten aus einer Box einen Kopfhörer schnappen und der Schiffssinfonie von Christine Hinterkörner lauschen, während sie am Wasser entlangspazieren. Das Projekt „Ebriphon“ ist Teil der aktuellen Kulturhauptstadt und wird noch bis Ende August zu erleben sein.

Idee wurde für Förderprogramm ausgewählt
Die Künstlerin aus Linz hat eine besondere Affinität zu Häfen und Kränen, seit sie in Barcelona gelebt hat, und entwickelte die Idee weiter - Musik aus Schiffslärm! Gemeinsam mit ihrem Künstlerkollegen Patrik Huber reichte sie das Projekt 2018 im Zuge von LinzEXPOrt, dem Förderprogramm für künstlerisches Arbeiten der Stadt Linz, ein und wurde ausgewählt.

Vor der Umsetzung mussten unzählige Genehmigungen eingeholt werden: „Wir durften schließlich in Kroatien auf einem Frachtschiff mitfahren und durchkämmten mit unseren Mikrofonen vom Maschinenraum bis zu den Kajüten alle Räume, nahmen die Geräusche auf. Danach dachte ich, ,Oh Gott, was soll ich daraus machen’, es war eine echte Herausforderung, aus Lärm Musik zu komponieren.“

Projekt vielleicht bald auch in Linz
Heraus kam aber keine simple Sound-Collage, sondern das elektro-akustische „Ebriphon“, mit allen Elementen, die zu einer Sinfonie dazugehören. Sobald das Werk in Kroatien abgespielt ist, wünscht sich Hinterkörner auch einen Einsatz in Linz und ist schon in Gesprächen, um ihren Schiffssound auch in der Landeshauptstadt hörbar zu machen.

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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