11.07.2020 11:43 |

Vor Präsidentenwahl

Facebook denkt über Verbot von Wahlwerbung nach

Facebook erwägt einem Medienbericht zufolge ein Verbot von Wahlwerbung auf seinem Online-Netzwerk vor der US-Präsidentenwahl im November.

Das berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit den Überlegungen vertraute Personen. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Ein Facebook-Sprecher wollte keine Stellungnahme zu dem Bericht abgeben. Das soziale Netzwerk hatte zuvor angekündigt, Nutzern die Möglichkeit geben zu wollen, politische Werbung ausblenden zu lassen. Konkurrent Twitter hat Wahlwerbung auf seinem Kurznachrichtendienst limitiert. Die Amerikaner wählen am 3. November ihren Präsidenten.

Facebook in Hass-Debatte unter Druck
In der Debatte über Hassrede und Falschinformationen auf Facebook gerät das Internet-Unternehmen zunehmend in die Defensive. In einem vom Management selbst in Auftrag gegebenen externen Gutachten erhoben Bürgerrechtler zuletzt schwere Vorwürfe.

Sie äußerten in ihrem Bericht „erhebliche Bedenken“ gegen den Umgang mit Veröffentlichungen auf der Internet-Plattform. Die Autoren bemängeln, trotz jahrelanger Kritik sei dort immer noch gefährliche und spalterische Rhetorik möglich. Facebook habe nicht genug getan, um Nutzer vor Diskriminierung, Unwahrheiten und Anstachelung zur Gewalt zu schützen.

Besonders kritisch beurteilen die Prüfer den Umgang mit umstrittenen Beiträgen von US-Präsident Donald Trump, die von Bürgerrechtlern etwa als gewaltverherrlichend eingestuft wurden. Die anhaltende Kritik am Unternehmen hat inzwischen zu einem Werbeboykott geführt.

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