09.07.2020 07:38 |

Kritik am Präsidenten

Zweite Krawallnacht in Folge in Belgrad

Am zweiten Tag in Folge sind in der serbischen Hauptstadt Belgrad zunächst friedliche Demonstrationen gegen das Corona-Krisenmanagement der Regierung in Gewalt umgeschlagen. Die Polizei setzte am Mittwochabend erneut Tränengas gegen Protest-Teilnehmer ein, die ihrerseits Steine und Feuerwerkskörper auf die Beamten warfen.

Zu der Demonstration vor dem Parlament am Mittwochabend hatte das Oppositionsbündnis „Allianz für Serbien“ aufgerufen. Zu chaotischen Szenen kam es, als ein Großteil der Demonstranten die Kundgebung bereits verlassen hatte. Protest-Teilnehmer warfen leuchtende Geschosse auf Polizisten, die mit dem Einsatz von Tränengas reagierten. Gewaltsame Zusammenstöße zwischen Polizeibeamten und Demonstranten gab es auch in den das Parlament umgebenden Straßen.

Proteste gegen geplante Ausgangssperre
Wie bereits am Dienstag forderten die Demonstranten Serbiens Präsident Aleksandar Vucic zum Rücktritt auf. Kritiker werfen dem Präsidenten vor, die Corona-Beschränkungen zu rasch gelockert und so eine zweite Infektionswelle begünstigt zu haben, nur um am 21. Juni Parlamentswahlen abhalten zu können.

Die Ankündigung einer Ausgangssperre für das Wochenende, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, hatte am Dienstag zu massiven Protesten geführt - wurde schlussendlich aber zurückgenommen.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.