Gesund in Quarantäne

„Ich fühle mich schon wie eine Verbrecherin“

Am Donnerstag geht’s in Oberösterreich zurück zur Maske! Eine Lehrerin aus dem Bezirk Linz-Land erzählt von ihrer Quarantäne mit negativem Corona-Test. Schwer zu erklären ist, warum Schüler daheim in Quarantäne sind, aber Eltern arbeiten müssen.

Seit heute sind die Oberösterreicher wieder vermummt. Mit Stand 17 Uhr am Mittwochabend gibt’s laut Krisenstab - am Mittwoch gab’s mit 1866 Tests die bisher meisten an einem Tag - 470 bestätigte Covid-Fälle, im 24-Stunden-Vergleich sind dies um 19 Fälle mehr. 3327 Landsleute sind derzeit in Quarantäne.

Junge Lehrerin erzählt
Eine davon ist eine junge Volksschullehrerin aus dem Bezirk Linz-Land, die die Vorgehensweise der Behörde in „ihrem“ Corona-Fall nicht ganz versteht. Ende Juni hatte sie in der Schule Kontakt mit einem infizierten Kind. Dann ging alles ganz schnell: Lehrer und Mitschüler wurden getestet, mussten in Quarantäne.

Die Erleichterung war groß, als alle Beteiligten ihr negatives Testergebnis vorliegen hatten. Trotz allem mussten alle Kontaktpersonen für 14 Tage in Quarantäne bleiben. Die Behörde begründet dies damit, dass das Virus in den 14 Tagen ja jederzeit ausbrechen könnte. „Das verstehe ich ja noch, aber ich fühle mich mittlerweile wie eine Schwerverbrecherin. Bereits dreimal war die Polizei bei mir, wollte einen Ausweis sehen. Die Nachbarn haben alle gefragt, was ich verbrochen habe“, so die Lehrerin.

„Eltern dürfen ganz normal arbeiten“
„Ich habe auch Kontakt zu den Kindern, die dürfen auch alle 14 Tage lang das Haus nicht verlassen und wurden teilweise von der Polizei kontrolliert. Was ich dabei nicht verstehe, ist, dass die Eltern trotzdem ganz normal arbeiten gehen dürfen“, ist sie verwundert.

So oft wird kontrolliert
Die Polizei kontrolliert seit einigen Tagen verstärkt, ob sich Betroffene an die Quarantäne-Vorgaben halten. Am Dienstag wurden 52 Personen kontrolliert, eine davon war nicht daheim. Insgesamt gab’s bisher 713 Kontrollen.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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Montag, 10. August 2020
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