18.06.2020 06:00 |

Über Mauer geflogen

Socken als Versteck für Häfen-Schmuggel

Um an Suchtgift, Handys oder andere illegale Utensilien zu kommen, entwickeln Häftlinge oft äußerst kreative Ideen. Ein Insasse der Justizanstalt Graz-Jakomini etwa wollte sich kürzlich „Stoff“ über die Mauern der Anstalt liefern lassen. Dieser landete – in Socken versteckt – jedoch direkt vor den Füßen eines Justizwachebeamten! Zur Strafe ist nun der Fernseher futsch.

Seit 25. Mai sitzt ein 16-Jähriger wegen teils versuchten schweren Raubes in der Justizanstalt Graz-Jakomini für 18 Monate in Strafhaft. Er stand auch im Verdacht, Teil der Bande zu sein, die 19 Raubüberfälle auf Taxilenker, Supermärkte, Tankstellen und Wettlokale verübt hat – derzeit stehen in dieser Causa 13 Männer in Graz vor Gericht, die Ermittlungen gegen ihn wurden aber eingestellt.

Schnellen Schrittes zum Anstaltstelefon
Nun sorgte der Gefängnisinsasse auch in der Justizanstalt für Aufsehen. Eigentlich hätte er sich Anfang Juni gegen Mittag zum Spaziergang am Sportplatz fertigmachen sollen. Stattdessen trat er aber den Weg zum Anstaltstelefon an.

Ein aufmerksamer Justizwachebeamter spitzte seine Ohren und hörte mit, dass der Häftling etwas Unerlaubtes im Schilde führte. Als die Klosterwiesgasse zur Sprache kam, ahnte er, dass einmal mehr etwas über die Mauer der Haftanstalt geworfen werden soll.

Auffällige Person gesichtet
Für solche Fälle wird seit einiger Zeit ein Justizwachebeamter abgestellt, er soll die Außenmauer kontrollieren. Dieser wurde über den Vorfall informiert und bemerkte tatsächlich eine verdächtige, schwarz bekleidete Person mit Mundschutz, die aufgeregt die Gasse auf und ab rannte und telefonierte.

Sim-Karten, Marihuana und ein Mini-Handy
Und die hatte offenbar bereits ihre Tat vollbracht. Denn auf dem Anstaltssportplatz entdeckten die Beamten einen grauen Socken, in dem zwei Sim-Karten und Marihuana eingepackt waren. Kurz darauf flog auch noch ein rotes Päckchen in die Wiese des Anstaltsrasens. Dummerweise landete es genau neben einem Beamten. Als er es öffnete, ragten ihm mehrere Socken entgegen, zwischendrin lag ein Mini-Handy.

Der verdächtige Häftling stritt die Aktion vehement ab, schimpfte lautstark herum. Seinen Fernseher ist er zur Strafe eine Zeit lang los. Die Person in Schwarz suchte übrigens das Weite.

Monika Krisper
Monika Krisper
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