Urteil bestätigt:

Promille-Polizist wurde nun endgültig entlassen

Im Vollrausch hatte sich ein 55-jähriger Polizist des Landeskriminalamts OÖ im Oktober 2018 mit zwei Streifenpolizisten angelegt, sogar mit seiner „Puff’n“ gedroht. Er wurde verurteilt und entlassen. Das Verwaltungsgericht bestätigte nun die Kündigung.

Sieben Monate bedingt und eine unbedingte Geldstrafe von 120 Tagsätzen à 50 Euro, also 6000 Euro. Dieses Urteil am Linzer Landesgericht vom 24. April 2019 brach dem damals 55-jährigen Kriminalisten das berufliche Genick. Er hatte sich am 19. Oktober 2018 beim Parkplatz hinter der Linzer Landespolizeidirektion zuerst mit zwei Flaschen Wodka betrunken und dann mit zwei Streifenpolizisten angelegt.

Kriminaler vs Plattfüße
Die Uniformierten waren gerufen worden, weil ein „offenkundig Alkoholisierter“ versuche, sein Fahrzeug in Betrieb zu nehmen. Zuerst versuchte der rauschige Kriminale die „Plattfüße“ daran zu hindern, seine Identität festzustellen. Er sei ohnehin ein Kollege, gab er an. Als bei ihm eine Personendurchsuchung vorgenommen wurde, sagte er: „Wenn das so ist, greife ich zur Puff’n. Vielleicht führe ich ja auch eine bei mir.“

„Hau euch eine in die Goschn“
Während einer der Beamten daraufhin sein Fahrzeug durchsuchte – Waffe wurde keine gefunden –, soll er einen „Deal“ vorgeschlagen haben. Darauf gingen die Beamten nicht ein. Sie überstellten ihn ins Polizeianhaltezentrum. Dort soll er den beiden gedroht haben, ihnen „eine in die Goschn“ zu hauen, wenn er sie wiedersehe und keine Handschellen mehr oben habe.

Verwaltungsgericht bestätigte Entlassung
Die Disziplinarkommission sprach später die Entlassung aus. Er berief, doch auch das Verwaltungsgericht kannt keine Gnade.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 02. Juli 2020
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