Es war eine Serie, die im Jahr 2016 die Ermittler des Landeskriminalamts Steiermark beschäftigte und vor große Rätsel stellte. Der „Modus Operandi“ war dabei immer derselbe, wie ein Chefinspektor einem Schöffensenat am Straflandesgericht Graz erklärt: Die Kriminellen aus Rumänien reisten in die Steiermark und stahlen hier Autos mit einer Anhängevorrichtung und Kennzeichen.
Pkw und Kennzeichen gestohlen
Mit den Pkw fuhren sie zu Geldinstituten, parkten sich nahe an die Glasschiebetür, die sie dann aufzwängten. Die zuvor besorgten, extrastarken Spanngurte wickelten sie um den Bankomat und anschließend um die Anhängevorrichtung. Einmal aufs Gas – und mit einem Ruck war das Gerät heraußen, der Sachschaden groß. So das abgebrühte Vorgehen der rumänischen Bande, die in unterschiedlichsten Konstellationen zugeschlagen haben soll.
Bank in Werndorf als Tatort
Im konkreten Fall soll der Angeklagte – ein wegen Entführung vorbestrafter 30-Jähriger – mit Komplizen den Tresor des Geldausgabeautomats einer Bank in Werndorf gestohlen haben.
Ich hab' damit nichts zu tun! Ich war nur der Chauffeur eines Bekannten.
Der Angeklagte
„Ich war nur Chauffeur“
Der behauptet aber: „Ich hab’ nichts damit zu tun!“ Und kontert mit einer fragwürdigen Geschichte. Er habe lediglich als Chauffeur gedient und einen Bekannten gefahren, der in Graz ein Auto kaufen wollte. Acht Stunden hätte er dabei alleine bei einer Tankstelle verbracht – wo der Bekannte derweil war, wisse er nicht.
Dumm nur, dass auf einem der verwendeten Spanngurte seine DNA gefunden wurde. Für die Schöffen stand so fest: Er war ein Täter! Das Urteil, 30 Monate unbedingte Haft, ist nicht rechtskräftig.
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