26.05.2020 12:37 |

Millionenkrimi

2,3 Mio. Euro Schaden: Veruntreuung in Klagenfurt

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Stadt Klagenfurt steht - wie im März bekannt wurde - im Verdacht, sich jahrzehntelang bei der Stadtkasse bedient zu haben. Ein externer Prüfer hat die Vorgänge untersucht und nun seinen Bericht vorgelegt. Wie die Stadt am Dienstag in einer Aussendung bekannt gab, beträgt der Schaden inklusive Zinsen 2,3 Millionen Euro.

Seit zwei Monaten liegt die Causa auch bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, die Ermittlungen eingeleitet hat. Parallel dazu wurde von der Stadt die KPMG Austria engagiert, deren Experte bestätigte, dass auf einem Verrechnungskonto des Magistrats 1,76 Millionen Euro fehlen. Dieser Betrag ergibt sich aus insgesamt 276 Einzeltransaktionen, welche im Zeitraum von 1997 bis 2019 durchgeführt wurden. Bei 170 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 884.000 Euro wurden Gelder aus der Stadtkasse entnommen, jedoch nicht ordnungsgemäß auf das Bankkonto der Stadt eingezahlt. Bei weiteren 106 Fällen und einer Gesamthöhe von 876.000 Euro wurden wiederum Gelder vom Bankkonto behoben, jedoch nicht in die Stadtkasse eingezahlt.

Die Höhe der Abweichung pro Transaktion variierte zwischen 5.000 Euro und 140.000 Euro. Gezielt durchgeführte Buchungen zu den Jahresenden verschleierten jeweils den Differenzbetrag, dadurch blieben diese Unregelmäßigkeiten über Jahrzehnte unentdeckt. Der Verdächtige, der Ende 2019 in Pension gegangen ist, hat die Vorwürfe bisher bestritten.

 Kärntner Krone
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