14.05.2020 12:31 |

Formel 1 in Spielberg

Sicherheitskonzept für Doppelrennen ist fertig

Nach dem grünen Licht für die Fußball-Bundesliga hat auch das Projekt von zwei Formel-1-WM-Läufen Anfang Juli auf dem Red Bull Ring in Spielberg einen weiteren wichtigen Schritt gemacht. Das notwendige Sicherheitskonzept ist Donnerstag an das zuständige Ministerium gesandt worden. Gesundheitsminister Rudolf Anschober versprach eine „seriöse Überprüfung“.

Die Versendung des Konzeptes bestätigte auch Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko in Graz. Dort wurde das in der Salzburger Firmenzentrale erstellte Papier für die beiden „Geisterrennen“ ohne Zuschauer am 5. und 12. Juli in der Steiermark über das Büro des steirischen Sport-Landesrates Christopher Drexler koordiniert.

„Alle bekannten Auflagen berücksichtigt“
„Das Sicherheitskonzept ist fertig und wurde heute früh abgesandt“, bestätigte Marko. Inhaltlich gehe es um Dinge wie die Sicherheitsvorkehrungen an sich sowie deren Überprüfung, diverse Checkpunkte an der Strecke und so weiter. „Es sollte alle Anforderungen, die die Regierung stellt, beinhalten. Wir haben alle soweit bekannten Auflagen berücksichtigt und warten jetzt auf die Reaktion“, sagte Marko.

Prüfung soll „seriös und korrekt“ ablaufen
Der zuständige Minister Anschober hatte das Dokument bei seiner Pressekonferenz am Donnerstagvormittag noch nicht in seinem Besitz, erwartete es aber „zeitnah“. „Wir schauen uns jedes Konzept eines Bewerbers seriös und korrekt an“, sagte der Minister, verwies aber auf einen gewissen Zeitdruck. „Auch wir können ein derartiges Konzept nicht über Nacht prüfen.“ Für Veranstalter gebe es immer unterschiedliche Spezifika. „Ich gehe aber davon aus, weil es ja auch um sehr viel wirtschaftliches Potenzial geht, dass das sehr seriös gemacht wird. Dann machen wir denselben seriösen Prozess bei der Überprüfung.“

Die Formel 1 hat wegen der von der Corona-Pandemie ausgelösten Gesundheitskrise ihre ersten zehn Rennen abgesagt bzw. verschoben. Da kürzlich auch das Frankreich-Rennen gefallen ist, würde Österreich den WM-Saisonauftakt 2020 erleben. Dafür braucht es einen ausgeklügelten Plan sowie die Einhaltung strenger Maßnahmen. Rechteinhaber Liberty Media hatte kürzlich verkündet, die Durchführung des Grand Prix von Österreich hänge von der weiteren Entwicklung und den Entscheidungen der österreichischen Bundesregierung ab.

Höchstens 2000 Menschen
Konzeptiv soll der Personal-Tross pro Formel-1-Veranstaltung auf höchstens 2.000 Menschen reduziert werden, die sich zudem davor und danach ausreichend testen lassen. Ein Vorteil der ländlichen Rennstrecke in der Steiermark ist, dass sie sich fast direkt neben dem Flughafen Zeltweg befindet und die Unterkünfte rasch und einfach erreichbar sind.

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