14.05.2020 12:55 |

Schrittweise Erholung

OeNB: Lockdown kostete bisher zwölf Mrd. Euro

Österreichs Wirtschaft erholt sich nach der rasanten Talfahrt im März schrittweise wieder. In der ersten Maiwoche hat sich der Aufwärtstrend deutlich verstärkt, teilte die Nationalbank am Donnerstag mit. Das zeige ein neuer Indikator, der mit zeitnah verfügbaren Konjunkturdaten die wirtschaftliche Aktivität auf Wochenbasis abbildet. Die schlechte Nachricht: Die Lockdown-Wochen haben sich bisher mit gewaltigen zwölf Milliarden Euro Verlust aufs Bruttoinlandsprodukt ausgewirkt.

Während des Corona-Lockdowns in den Kalenderwochen 12 bis 16 lag die Wirtschaftsleistung jeweils um rund ein Viertel unter dem Vorjahresniveau, am Höhepunkt waren es zwei Milliarden Euro Verlust in einer Woche. In absoluten Größen summieren sich die BIP-Verluste für den Zeitraum 16. März bis 10. Mai auf mehr als zwölf Milliarden Euro. Das entspricht etwa 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Jahres 2019.

Nächste Woche sollte klareres Bild bringen
Auch wenn im April zunächst eine leichte Erholung eingesetzt hat, die sich in der ersten Maiwoche - wohl auch aufgrund von Nachholeffekten beim privaten Konsum - beschleunigt hat, werde sich erst in den nächsten Wochen zeigen, zu welchem Teil diese Erholung dauerhaft ist bzw. ob vorübergehende Nachholeffekte widergespiegelt werden, so die Nationalbank.

Traditionelle Konjunkturindikatoren sind oft nicht ausreichend rasch verfügbar und liegen häufig nur auf Monats- oder Quartalsbasis vor. Die OeNB hat daher zur Abschätzung der unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie mit tagesaktuell verfügbaren Konjunkturdaten einen Indikator entwickelt, der auf wöchentlicher Basis die wirtschaftliche Aktivität in Österreich abbildet. Dazu zählen unter anderem Daten aus den Bereichen Zahlungsverkehr, Arbeitsmarkt oder Stromverbrauch.

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