04.05.2020 11:17 |

Wirbel nach DTM-Aus

„Unsportlich!“ Jetzt rechnet BMW mit Audi ab

BMW hat nach dem Ausstieg von Audi ein Bekenntnis zur eigenen Zukunft in der DTM vermieden. Man müsse abwarten und sich neue Konzepte überlegen, sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. Mit dem Konkurrenten rechnet er ab.

„Ich finde es nicht nur erstaunlich, sondern auch unsportlich, auszusteigen und mit uns als zweitem Partner davor nicht zu sprechen. Das hat mich wirklich umgehauen, das gibt‘s einfach nicht“, schimpft Fröhlich im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. Der 59-Jährige kündigte jedenfalls eine Nachdenkpause an, schließt aber auch eine längere Unterbrechung des kompletten Deutschen Tourenwagen Masters nicht aus.

„Wir müssen abwarten, was sich wie entwickelt, da ist sehr viel im Fluss. Kurzfristig hat der bisherige Ansatz der DTM ein Problem, und wir müssen vielleicht querdenken. Es wird sicher erst mal eine Nachdenkpause und vielleicht eine Unterbrechung geben - aber die DTM hat in ihrer Geschichte ja schon einmal ausgesetzt und ist zurückgekommen“, sagte Fröhlich. Er glaubt aber, „dass die Serie nach wie vor einen hohen Reiz und eine Zukunftsperspektive hat“.

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Es wird sicher erst mal eine Nachdenkpause und vielleicht eine Unterbrechung geben - aber die DTM hat in ihrer Geschichte ja schon einmal ausgesetzt und ist zurückgekommen.

Klaus Fröhlich

Nach der überraschenden Ausstiegsankündigung von Audi zum Jahresende bleibt als Hersteller für 2021 derzeit nur BMW. Damit droht der derzeit wegen der Corona-Krise ohnehin pausierenden DTM das Aus. „Wir haben eine neue Sachlage, mit deren Bewertung wir nach so kurzer Zeit nicht fertig sind. Klar ist: Unsere Motorsportstrategie folgt der Unternehmensstrategie“, meinte Fröhlich. BMW suche stets Formate, „die zu unserer Produktstrategie passen und sowohl verbrenner- als auch elektroorientiert sind“.

Fröhlich sieht Berger in der Pflicht
Fröhlich sieht nun sich und DTM-Boss Gerhard Berger in der Pflicht. „Jetzt sind wir aber in der Situation, dass BMW in der DTM nicht alleine gegen sich selbst fahren kann. Gerhard Berger und ich müssen überlegen, wie es weitergeht. Wir haben sprichwörtlich keine Chance, jetzt schauen wir mal, ob wir sie nutzen können“, sagte Fröhlich.

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