01.04.2020 13:09 |

Bis 50 Euro ohne PIN

Limit für kontaktloses Bezahlen wird angehoben

Wer seinen Einkauf, wie empfohlen, mit Plastikkarten zahlt, muss ab 13. April seinen PIN-Code seltener eingeben. Das Karten-Limit für kontaktloses Zahlen wird für die Dauer der Corona-Krise von bisher 25 auf 50 Euro angehoben. Erst ab dieser Obergrenze muss die vierstellige Geheimzahl eingetippt werden. In Österreich wird dies ab 13. April gelten, weil es auch in den Handelsunternehmen umfangreiche technische Updates braucht.

Hintergrund des Schritts, die Obergrenze in der Corona-Krise aus hygienischen Gründen auch in Österreich anzuheben, waren Forderungen des Handels, aber auch der Aufseher EBA (European Banking Authority) und Finanzmarktaufsicht. Danach haben alle heimischen Banken gemeinsam beschlossen, diese Obergrenze für NFC-Zahlungen ohne PIN-Eingabe zeitlich begrenzt von 25 auf 50 Euro anzuheben und die Payment Services Austria beauftragt, das durchzuführen. Auch für die Kreditkarten gilt diese neue Schwelle.

Diese zeitlich begrenzte Limiterhöhung wird ab Donnerstag schrittweise umgesetzt. Eine detailliertere zeitliche Einschränkung gibt es nicht, weil die Krisendauer nicht messbar ist. Von Kartenunternehmen ist zu hören, dass man von Anbieterseite gegen eine langfristige bzw. unlimitierte Höhe von 50 Euro nichts einzuwenden hätte. Nicht geändert wird indes die Höchstsumme, die beim Zahlen mit Bankomat- und Kreditkarten nach mehreren PIN-freien Einzelbeträgen hintereinander erreicht werden darf: Diese Summe bleibt bei 125 Euro.

Wer diese kumulierte Summe überschreitet, muss beim betreffenden Bezahlvorgang den PIN-Code wieder eingeben - oder zwischendurch einmal die Karte „stecken“. Darauf macht jeweils auch das Verkaufspersonal aufmerksam. Nach diesem Handgriff ist wieder kontaktloses Zahlen möglich. Dadurch bleibe auch das Risiko bei unautorisierten Transaktionen unverändert, wird betont.

Obergrenze schon bisher in Zahlungsdienstevorschriften enthalten
Mit der höheren Obergrenze beim Einkauf werden im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus weitere Kontaktflächen reduziert.  Experten heben hervor, dass es hier um eine Sondersituation im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen gehe, nicht aber um eine Notgesetzgebung. Obergrenzen bis zu 50 Euro waren schon bisher in den bestehenden europäischen Zahlungsdienstevorschriften enthalten.

In Österreich sind rund zehn Millionen Bankomatkarten ausgegeben und knapp vier Millionen Kreditkarten. Etwa drei Viertel der Bankomatkartentransaktionen im Handel erfolgten im letzten Quartal 2019 kontaktlos.

Limit nicht für Apple Pay und Co.
Abseits der Zahlweise mit Plastikkarten drangen in der jüngeren Vergangenheit auch Elektronikriesen, Softwareentwickler oder auch Start-ups ins - kontaktlose - Zahlungsverkehrsgeschäft vor. Unter den Großen ist das etwa Apple mit seiner Bezahlfunktion Apple Pay, wo der User mit Fingerprint bzw. Gesichtserkennung über das eigene Smartphone authentifiziert ist. Hier gelten die kontaktlosen Kartenzahlungslimits nicht.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Freitag, 05. Juni 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.