Ex-Teamchef Steiner:

Verstappen „wirft Spielsachen aus dem Kinderwagen“

Formel 1
17.03.2026 08:09
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

„Manchmal wirft Max die Spielsachen ziemlich schnell aus dem Kinderwagen, wenn es nicht nach seinem Willen läuft“, teilt Ex-Teamchef Günther Steiner über den vierfachen Weltmeister Max Verstappen aus.

Nach seinem schwierigen Rennwochenende in China hat Max Verstappen erneut scharfe Kritik an den neuen Formel-1-Regeln für 2026 geübt. Für den früheren Haas-Teamchef Günther Steiner liegt der Grund dafür allerdings woanders. Der Südtiroler ist überzeugt, dass Verstappens Frust vor allem mit der aktuellen sportlichen Situation bei Red Bull zusammenhängt.

„Max ist nicht glücklich, weil sein Auto nicht da ist, wo er es gern hätte“, sagte Steiner im Gespräch mit „Talksport“. „Manchmal wirft Max die Spielsachen ziemlich schnell aus dem Kinderwagen, wenn es nicht nach seinem Willen läuft.“

Der vierfache Weltmeister hatte die neuen Vorschriften bereits bei den Testfahrten in Bahrain scharf kritisiert. Verstappen bezeichnete sie damals als „Formel E auf Steroiden“. Nach dem Großen Preis von China legte er noch einmal nach. Der Niederländer schied in Runde 45 mit einem Defekt am ERS-System aus und sprach anschließend erneut kritisch über die neuen „Mario-Kart-Regeln“ der Königsklasse.

Steiner verteidigt neue Technik
Steiner sieht die Situation allerdings differenzierter. Red Bull habe mit dem neuen Motorprojekt Neuland betreten. „Red Bull hat zum ersten Mal eine eigene Antriebseinheit gebaut. Das ist eine sehr fortschrittliche Technologie, da brauchen die Ingenieure einfach Zeit“, erklärte er. Der frühere Haas-Boss zeigte sich positiv überrascht über die neuen Hersteller: „Ich bin ehrlich gesagt beeindruckt, wie gut die neuen Motorenprogramme wie Red Bull Ford und Audi funktionieren.“

Günther Steiner
Günther Steiner(Bild: AFP/APA/BENJAMIN CREMEL)

„Racing war ziemlich gut“
Generell bewertet Steiner die Entwicklung der Formel 1 positiv. Das Racing sei bereits jetzt „ziemlich gut“ gewesen. „Natürlich mögen Leute wie Max vielleicht keine Veränderungen. Und er ist es nicht gewohnt, nicht in einem der besten Autos zu sitzen“, sagte Steiner. „Das hilft seiner Stimmung gegenüber den neuen Regeln natürlich nicht.“ Seiner Meinung nach werde sich das neue Reglement ohnehin noch weiter entwickeln: „Alle Teams lernen im Moment noch, weil die Technologie so komplex ist.“

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