17.03.2020 19:23 |

Keine Linienflüge mehr

Ab Mittwoch nur noch Notbetrieb am Flughafen Wien

Nach der Ankündigung von AUA und Laudamotion, wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst keine Linienflüge mehr durchzuführen, wird der Regulärbetrieb des Flughafens Wien weiter heruntergefahren. Der Airport selbst geht davon aus, dass der Linienflugbetrieb weitgehend zum Erliegen kommt, wie Flughafen-Sprecher Peter Kleeman am Dienstag sagte. Gänzlich geschlossen wird der Flughafen aber nicht. Für Frachtflüge und Rückholaktionen des Außenministeriums werde ein Notbetrieb aufrechterhalten, Airlines könnten auch ihre Linienflüge weiter durchführen. Aktuell befinden sich noch etwa 47.000 Österreicher im Ausland.

„Derzeit verzeichnen wir starke Passagierrückgänge von minus 70 bis minus 80 Prozent bei weiter stark fallender Tendenz und wir gehen davon aus, dass der Linienflugbetrieb am Flughafen Wien weitgehend zum Erliegen kommen wird“, so Kleemann im ORF-Radio. Frachtflüge wie auch Rückholcharter der AUA seien weiter möglich. „Der Flughafen steht weiter zur Verfügung. Die Lieferung von dringend benötigten Gütern, von Medikamenten, von Waren, um die Versorgungsstabilität des Landes aufrechtzuerhalten, wird weiter möglich sein“, so Kleemann.

In einer Aussendung erklärte man, der Flughafen Wien sei auf dem Weg in den „Notbetrieb“. Nichtsdestoweniger werde der Betrieb als Teil der kritischen Infrastruktur „im erforderlichen Ausmaß aufrechterhalten“. Auch das General Aviation Center bleibe für Flüge mit Privatjets in Betrieb.

Landeverbote werden ausgeweitet
Aktuell gelten Landeverbote für Flüge aus China, Frankreich, Iran, Italien, Schweiz, Spanien, Südkorea und ab Mittwoch auch für Großbritannien, die Niederlande, Russland und die Ukraine. Flüge aus diesen Ländern dürfen nicht mehr in Wien landen. Die japanische Airline ANA erklärte indes, ihre Flüge zwischen Tokio und Wien bis zum 24. April aufrechtzuerhalten. Auch Deutschland will die ANA weiteranfliegen.

City Airport Train ab Donnerstag ausgesetzt
Der City Airport Train (CAT), der von der Wiener Innenstadt zum Flughafen fährt, werden den Betrieb vorläufig aussetzen, wurde am Dienstag mitgeteilt. Fahrgäste, die bereits ein CAT-Ticket gebucht haben, können das Ticket nach Wiederinbetriebnahme einlösen. Es verliere die Gültigkeit nicht, hieß es. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu minimieren, werden mit dem Betriebsrat auch bereits Gespräche bezüglich Kurzarbeit geführt.

47.000 Österreicher im Ausland
Außenminister Alexander Schallenberg sagte am Dienstag, dass sich aktuell noch etwa 47.000 Österreicher im Ausland befinden würden. Und er deutete an, dass sich noch mehr Österreicher melden könnten: „Die Zahl wird nicht bei 47.000 stehen bleiben.“ Es handle sich um die größte Rückholaktion in der Geschichte. Das Außenministerium stehe vor einer „unglaublichen Herausforderung“, die dadurch erschwert werde, dass immer mehr Grenzen und Flughäfen dichtgemacht würden. „Wir geben unser Bestes, möglichst viele Österreicher heimzuholen.“

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