12.03.2020 09:07 |

Massive Anfeindungen

Brasiliens Medien im Social Web unter Beschuss

Brasilianische Medien sind im vergangenen Jahr pro Tag rund 11.000 Mal in sozialen Netzwerken angegriffen worden. Das geht aus einem jährlichen Bericht über Verletzungen der Meinungsfreiheit hervor, den der Brasilianische Verband der Rundfunk- und Fernsehsender (Abert) veröffentlichte.

Erstmals nahm der Verband die virtuellen Attacken in seine Untersuchung mit auf. Dies sei nötig gewesen, da diese Attacken „eine sehr große Dimension“ angenommen hätten, sagte Abert-Präsident Paulo Tonet im brasilianischen Fernsehen. Die hohe Zahl zeige das Unverständnis für die Rolle der Journalisten in der brasilianischen Bevölkerung.

Bolsonaro schimpfte auf Twitter über Medien
Dem Bericht zufolge enthielten auch zahlreiche Tweets des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro Anfeindungen gegenüber Medien. Von insgesamt 5708 Tweets enthielten 432 Warnungen und Kritik an der Arbeit von Medienunternehmen und Journalisten. Millionen Mal wurde mit diesen Inhalten interagiert.

Zuletzt erlebte die Journalistin Patricia Campos Mello von der renommierten Tageszeitung „Folha de S. Paulo“ Einschüchterungen und Anfeindungen der Unterstützer Bolsonaros und seiner Regierung im Netz. Sie hatte mit Recherchen wegen illegaler Wahlkampfwerbung zugunsten Bolsonaros für Aufmerksamkeit gesorgt.

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