Judoka Katharina Tanzer hat sich am Samstag bei Olympia in Paris in der Gewichtsklasse bis 48 kg der späteren Silbermedaillengewinnerin Baasankhuu Bavuudorj aus der Mongolei nach wenigen Sekunden mit Ippon geschlagen geben müssen. Zuvor hatte die seit Freitag 29-Jährige in der Arena auf der Mars-Wiese beim Eiffelturm gegen Wong Ka Lee aus Hongkong mit Ippon (Festhalter) gewonnen. Die Niederösterreicherin bekommt mit dem Mixed-Team am 3. August einen weiteren Einsatz.
Die Nervosität habe sie in den ersten zehn Sekunden des ersten Kampfes gespürt, danach sei es gut gegangen, erzählte Tanzer. „Es ist ja nicht anderes als immer, wir kämpfen Judo. Im zweiten hatte ich eine Gegnerin, die mir nicht liegt. Sie ist körperlich richtig kräftig und wird erst nach eineinhalb Minuten müde. Am Anfang kann ich einfach kraftmäßig bei ihr nicht mithalten.“ Die Auslosung hatte sie sich wie gewöhnlich erst in der Früh angeschaut. Gold holte sich die Japanerin Natsumi Tsunoda.
Die Stimmung in der Halle war gewaltig, in Frankreich ist Judo eine der beliebtesten Sportarten. „Das ist richtig arg, das gibt es bei uns daheim nur beim Fußball oder Skifahren. Schön, dass Judo auch solche Massen bewegen kann. Wenn ich das höre, kriege ich richtig Lust aufs Kämpfen.“
Stück Torte gab es bereits nach Abwaage
Ein Stück Geburtstagstorte ließ sie sich bereits am Freitagabend nach der Abwaage schmecken, in den kommenden Tagen darf sie neben dem Training in der Dining Hall im olympischen Dorf richtig zuschlagen, denn im Teambewerb wartet eine Kämpferin aus einer höheren Gewichtsklasse. Trotzdem muss freilich maßvoll vorgegangen werden. „Ich werde auf mein Bauchgefühl hören, das wird schon passen.“
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