Auf dem absoluten Weltniveau entscheide "halt doch auch die Erfahrung", sagte der Mittelfeldspieler von Bayern München. Darum schreibt er Leitwolf Ballack im Gegensatz zu anderen auch nicht ab. "Er wird auf jeden Fall zurückkommen. Er ist ein Spieler, der natürlich sehr wichtig ist für uns", lautete Schweinsteigers klares Votum für eine DFB-Zukunft des 98-maligen Nationalspielers.
Urlaub mit Sarah
Erst einmal aber muss er nach dem Spiel um Platz drei gegen Uruguay im Urlaub mit Freundin Sarah den Frust abbauen. Deutscher Meister und DFB-Cup-Sieger ist er geworden, eine starke WM hat er gespielt - aber Champions League und WM endeten ohne Krönung. "Natürlich sitzt die Enttäuschung tief. Wahrscheinlich kommt das noch mehr in den nächsten Tagen, wenn man weiß, was man für eine Möglichkeit ausgelassen hat", sinnierte er.
Lahm rudert zurück
Auch Ersatz-Kapitän Philipp Lahm ist inzwischen zurückgerudert und sagte nach dem Spiel gegen Spanien, dass sein dauerhafter Anspruch auf das Kapitänsamt keinen Angriff auf Ballack bedeuten würde. "Es ist auch überhaupt kein Machtkampf, denn die Macht liegt nur bei einer Person, und das ist der Trainer", erklärte der Verteidiger. "Wenn man in einem Amt ist, will man das Amt auch gerne behalten. Nicht mehr und nicht weniger", betonte Lahm.
Teammanager Oliver Bierhoff wollte die Niederlage nicht in Zusammenhang mit der Kapitäns-Debatte setzen. "So sensibel sind die Spieler nicht, dass das auf die Leistung Ausschlag hatte", erklärte Bierhoff. Eine dauerhafte Lösung wird es nach der Weltmeisterschaft geben.
Prämien-Jackpot nicht geknackt
Mit dem verpassten achten Aufstieg in ein WM-Endspiel haben Lahm und Co. auch den Prämien-Jackpot wieder nicht geknackt. Die 23 deutschen WM-Kaderspieler müssen sich neben dem Erreichen des kleinen Finales mit 100.000 Euro Urlaubsgeld pro Mann begnügen. 250.000 Euro hatte der DFB als Titelprämie ausgesetzt. 150.000 Euro hätte es bei einer Finalteilnahme gegeben.
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