07.07.2010 18:12 |

Zwei Jahre Haft

Salzburger knackt in zweieinhalb Jahren 46 Automaten

Ein kräftiges Klingeln in der Kasse hat sich ein Salzburger erhofft, als er eine Disco nahe der Autobahnabfahrt Nord übernahm. Doch das Geschäft ging schlecht, statt Profit nur Defizit. Das versuchte der 37-Jährige durch Einbrüche auszugleichen. Jetzt stand er vor Gericht.

Nach nur drei Monaten warf der Disco-Geschäftsführer Ende 2007 das Handtuch. Da war er der Gebietskrankenkasse schon 5.000 Euro schuldig, den Kreditrahmen bei der Bank hatte er auch schon kräftig überzogen.

Er versuchte sein Glück in Amerika – auch dort wurde der Traum "vom Tellerwäscher zum Millionär" nicht Realität. Zurück in der Heimat startete der Salzburger eine Serie von 46 Einbrüchen. Zweieinhalb Jahre lang knackte er bei Tankstellen Staubsauger- und Waschautomaten sowie Münzzahlautomaten in Bankfoyers.

Durch Kamera und Haar überführt
Dann überführte ihn eine Überwachungskamera und die DNA eines Haares, das bei einem Tischfußball-Wuzzler gefunden wurde. Verteidiger Kurt Jelinek: "Nach der Festnahme hat er auch Einbrüche zugegeben, die man ihm nie nachweisen hätte können." Was sich auch strafmildernd auswirkte: zwei Jahre Haft, nur acht Monate davon unbedingt.

von Manfred Heininger, Kronen Zeitung
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