03.07.2010 22:51 |

Euphorie total

Deutsche feiern nach 4:0-Triumph im "Schland Gottes"

Das deutsche Tor-Festival gegen Argentinien hat Millionen Menschen im ganzen Land in die totale Euphorie versetzt. Bei tropischen Temperaturen von bis zu 38 Grad Celsius ließen unsere Nachbarn die Torschützen Thomas Müller, Miroslav Klose und Arne Friedrich in vielen Städten lautstark hochleben. Die deutsche "Bild" taufte das Land nach dem Triumph sogar kurzerhand in "Schland Gottes" um.

Allerdings kamen angesichts der Hitze deutlich weniger Menschen auf die organisierten Partyzonen als noch beim Achtelfinale gegen England (4:1). Auf Deutschlands größter Fanmeile in Berlin versammelten sich nach Veranstalterangaben rund 300.000 Menschen, deutlich weniger als gegen die Engländer. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) musste in 62 Fällen Nothilfe leisten, sechs Fans kamen mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus.

Stromausfall im Westen des Landes
Das DRK hatte davor gewarnt, sich ohne ausreichenden Schutz und genügender Flüssigkeit in den Public-Viewing-Zonen unter freiem Himmel aufzuhalten. Im Westen des Landes wurden kurz vor dem Anpfiff Regenschauer und Blitze gemeldet. In Pulheim nahe Köln konnten nach einem Stromausfall viele Zuschauer nur noch im Autoradio die Reportage des Spiels verfolgen.

Einen ausführlichen Spielbericht, Stimmen und Bilder zum Match findest du in der Infobox!

Auf dem größten Fanfest des Landes in Berlin waren Stunden vor dem Spiel bereits Zehntausende Besucher da. Zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor lautete das Motto des Massenspektakels "Schwitz-Rot-Gold". Allerdings kamen nach Einschätzung von Beobachtern am Samstag weniger Menschen als zum Achtelfinale gegen England. Das DRK musste bisher in etwa 30 Fällen helfen. "Es hält sich aber alles in Grenzen", sagte ein DRK-Sprecher.

Euphorie von München bis Hamburg
In Hamburg strömten bei 33 Grad Tausende Menschen auf das Heiligengeistfeld. In München waren viele Plätze in Biergärten und anderen Gaststätten besetzt. Beim größten Public-Viewing im Olympiastadion - mit einer Kapazität für 60.000 Zuschauer - drängten Tausende in bunter WM-Pracht ins Stadion.

Auch auf anderen großen Fanmeilen und in kleineren Städten wie Heilbronn oder Konstanz mussten die erhitzten Fans mit Wassernebel und Nieselregen abgekühlt werden. In Bitterfeld-Wolfen bei Halle/Saale hieß es: "Die Feuerwehr wird vorher den Platz schön nass machen und auch später die Spritze in die Menge halten." Insgesamt wurde die Live-Übertragung des Viertelfinal-Spiels auf etwa 2.000 öffentlichen Fan-Partys in Deutschland gezeigt.

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