Den ersten Akzent des Spieles setzte Paraguays Jonathan Santana, als er alleine vor Spaniens Torhüter Iker Cassilas auftauchte, allerdings nicht zum Erfolg kam (1. Minute). Der Europameister beherrschte zwar das Match, tat sich aber mit dem Aufbau seines sonst so gefürchteten Kurzpass-Spiels schwer.
Erst nach 20 Minuten konnten die Iberer vermehrt gefährlich vor dem Tor von Justo Villar auftauchen. Ein Schuss von Xavi ging nur knapp über das Tor (29.), ein Stangerlpass von Andres Iniesta verfehlte den im Strafraum postierten Fernando Torres und ging ins Out (33.). Auf der Gegenseite segelte Santana bei einer guten Flanke in den Strafraum mit dem Kopf am Ball vorbei (35.). Kurz musste Cassillas allerdings hinter sich greifen, der Treffer von Nelson Valdez wurde allerdings unberechtigt aufgrund von Abseits aberkannt (41.). Spanien wollte nun nichts mehr anbrennen lassen und spielte das matte 0:0 in die Pause.
"Elfmeter-Doppel" bringt Würze ins Spiel
Auch nach der Pause kam der Europameister nicht wirklich auf Touren, das Spiel plätscherte auf niedrigem Niveau dahin. Die erste gefährliche Torchance entstand bezeichnenderweise aus einem Elfmeter für Paraguay, nachdem Gerard Pique Oscar Cardozo im Strafraum niedergerissen hatte. Der Gefoulte trat selbst an und scheiterte an Cassilas (59.). Praktisch im Gegenzug zeigte der Schiedsrichter im Strafraum von Paraguay auf den Punkt, Xabi Alonso versenkte kühl – der Elfmeter musste allerdings wiederholt werden. Beim zweiten Versuch scheiterte der Spanier an Torhüter Villar (61.).
Damit hatte das Spiel aber nun endlich die nötige Würze gefunden, vor allem der Europameister kam vermehrt zu guten Torchancen. In der 83. Minute war es dann so weit: Iniesta legte im Strafraum auf Pedro ab, dieser traf allerdings nur die Stange. Im Nachschuss konnte David Villa den Ball aber noch im Tor zum 1:0 versenken. Kurz vor Schlusspfiff vergab Lucas Barrios noch eine Riesenchance auf den Ausgleich (89.).
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