Anfrage an Minister

132 Anzeigen aus der Justizanstalt Asten

Die Feiertage verliefen in der Justizanstalt Asten gar nicht friedlich und besinnlich. Bei Übergriffen wurden drei Bedienstete verletzt, zwei ließen sich im Spital behandeln. Die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Noch-Justizminister Clemens Jabloner sorgt dazu für Unmut beim Justizwache-Personal.

Die Untergebrachten im Forensischen Zentrum in Asten sind nicht nur ein Fall für Psychologen und Psychiater sondern immer wieder auch für den Staatsanwalt. Und die Gerichte. Am kommenden Donnerstag wird neuerlich ein Zwischenfall in Asten in Steyr verhandelt. Insgesamt kam es, laut schriftlicher Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von NR Philipp Schrangl (FPÖ) durch Noch-Justizminister Clemens Jabloner, von 1. Jänner 2019 bis 2. Dezember 2019 zu 132 Anzeigen an die Staatsanwaltschaft Steyr. Eine Zahl, die laut Insidern zu gering ist. „Inoffiziell sind es wesentlich mehr.“

Kritische Wohngruppen
Betroffen sind, laut Ministerantwort, nur zwei „kritische Wohngruppen“, die „WG J“ für Frauen und die „WG K“ mit multimorbiden schwer erkrankten und verhaltensauffälligen Untergebrachten. Alleine im September und November 2019 listet das Ministerium in der Frauenabteilung 15 strafbaren Handlungen und daraus resultierend 11 Anzeigen auf. Seit Jänner 2019 gab es sieben Brandvorfälle in der Justizanstalt Asten. Zwei dieser Vorfälle betrafen Brände in einem Haftraum.

Sicherheitsrisiko
Resümee eines Insiders, vor allem mit Blick auf einen geplanten Umbau, durch den weitere 100 Untergebrachte in Asten aufgenommen werden können: „Asten wird zunehmend ein Sicherheitsrisiko.“

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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