03.12.2019 19:58 |

„Ist die schoaf“

Ibiza-Affäre: Das erste Foto des Lockvogels!

Seit Mai galt sie als Phantom - jene vermeintliche Oligarchennichte, die den damaligen FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache auf Ibiza in die verhängnisvolle Videofalle lockte. Jetzt gibt es ein erstes Bild der „schoafen“ vermeintlichen Russin, wie sie in dem Video von Strache beschrieben wurde. Der Name der jungen Frau, die Österreichs Regierung zu Sturz brachte, bleibt allerdings noch im Verborgenen.

Der größte Politik-Skandal Österreich rund um das Ibiza-Video beschäftigt weiterhin das Land: Während eine Zeugin, die Immobilienmaklerin Irena Markovic, nach Spekulationen zuletzt die Flucht nach vorne angetreten hat, ranken sich um die Identität des Lockvogels nach wie vor viele Gerüchte. Ein Teil des Geheimnisses kann nun auch von der „Krone“ gelüftet werden: Im Akt der Soko Ibiza gibt es zumindest ein Bild, in der ihr Gesicht seitlich im Profil zu sehen ist. Strache hatte das Aussehen der Frau in dem Ibiza-Video ja mit den Worten „Ist die schoaf“ kommentiert.

Gerüchten zufolge soll es sich bei der Frau um eine Studentin der Land- und Forstwirtschaft - deshalb auch ihre Detailkenntnisse beim Gespräch zu einem Grundstückskauf mit Ex-FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus - aus Ex-Jugoslawien handeln. Andere wollen wiederum wissen, dass der Lockvogel selbst als Sicherheits-Söldner bzw. Informant der Polizei am Balkan gearbeitet hat. So wie zumindest einer der beiden in Wien in U-Haft sitzenden verdächtigen Männer.

„Sehr selbstbewusste Dame“
Irena Markovic, jene Maklerin, die im Jänner 2017 den Kontakt zwischen Gudenus und dem „Lockvogel“ hergestellt hat, hatte die Frau in einem Interview als „sehr selbstbewusste“ Dame beschrieben, die „hervorragend Englisch gesprochen“ habe, die meiste Zeit aber Russisch, was sie, die Maklerin, aber nicht verstanden habe. Auch vom Verhalten her sei Markovic nichts Verdächtiges aufgefallen, wie sie sagte.

Drei Personen in U-Haft
Wer genau hinter dem Video steckt, ist bis heute ungeklärt. Die Ermittlungen laufen, drei Personen aus kriminellem Umfeld wurden im November festgenommen. Gegen Strache wird mittlerweile - in Zusammenhang mit der Spesenaffäre - ebenfalls ermittelt. Die Wiener FPÖ soll diese Woche entscheiden, ob der suspendierte Ex-Parteichef ausgeschlossen wird.

Kronen Zeitung/krone.at

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