02.12.2019 15:00 |

Ausschluss steht an

Hofer vor Strache-Entscheid: „Fürchte mich nicht“

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl hat am Freitag von Stunden gesprochen, die es nur noch dauern werde, bis der ehemalige Vizekanzler Heinz-Christian Strache aus der freiheitlichen Partei ausgeschlossen werde. So schnell geht es dann doch nicht, aber diese Woche ist es so weit. Noch warten die Freiheitlichen auf das Schiedsgericht.

Die Entscheidung über den Ausschluss werde im Laufe dieser Woche fallen, erklärte FPÖ-Parteichef Norbert Hofer am Montag am Rande eines Parlamentstermins vor Journalisten. Dass der Rauswurf die Partei nachhaltig spalten könnte, glaubt Hofer nicht. „Ich fürcht‘ mich vor gar nichts“, zeigte er sich entspannt.

„Etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen“
Dass es mit dem Ausschluss nicht ganz so schnell geht, wie von Klubchef Kickl gewünscht, liege an der Arbeitsweise des Parteischiedsgerichts in Wien. Erst am Montag habe er sich mit Landesparteichef Dominik Nepp in der Sache ausgetauscht, berichtete Hofer. Mit einem Ausschluss des von ihm „aus gutem Grund“ suspendierten Strache ist aus Hofers Sicht fix zu rechnen: „Etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen.“

In den vergangenen Tagen hatten vor allem die FPÖ-Chefs der Bundesländer den Druck erhöht, aber auch Hofer und Kickl hatten deutlich gemacht, dass es an der Zeit sei, einen endgültigen Schlussstrich unter das Kapitel Strache zu ziehen.

Rauswurf Straches gilt als sicher
Dominik Nepp, blauer Chef in Wien, der es zu spüren bekommt, wenn der Ex-Vizekanzler seine eigene Partei gründet, will sich aber nicht drängen lassen. Klar ist jedoch: Der Wiener Vorstand wird das Urteil des Schiedsgerichts annehmen und bestätigen. Dass Strache rausgeworfen wird, gilt als sicher.

Für den Gefallenen gestaltet sich die Suche nach Mitstreitern für die eigene Partei schwierig. Er dürfte erst zwei Gemeinderäte auf seine Seite gezogen haben: den Donaustädter Karl Baron (Bild unten) sowie den blauen Bezirksparteiobmann in Wien-Landstraße, Dietrich Kops.

Strache: „Bin politisch noch nicht tot“
Dennoch drängt Heinz-Christian Strache zurück ins Rampenlicht. In seinem Lieblingsmedium Facebook schreibt der ehemalige Vizekanzler, dass er „politisch noch immer nicht tot“ sei. „Die Angst meiner Gegner scheint unermesslich groß“, so Strache, der sich als Opfer sieht und auch angekündigt hat, vor die Zivilgerichte zu ziehen.

Kronen Zeitung, krone.at

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