Von der "Bafana Bafana" war bei Temperaturen um den Gefrierpunkt während des gesamten Spiels wenig bis gar nichts zu sehen. Wenn etwas ging, dann zumindest zu Beginn ausschließlich über Tshabalala, der es in der 14. und 16. Minute mit relativ harmlosen Versuchen aus der Distanz probierte. Auf der Gegenseite prüfte Suarez in der 23. Minute Khune und traf zehn Minuten später das Außennetz. Den Südafrikanern fehlte es ganz offensichtlich an Klasse, da nützten selbst die verzweifeltsten Vuvuzela-Blaskonzerte des Publikums nichts.
Pienaar und Co. kamen gegen mit dem im Vergleich zum Frankreich-Match offensiver ausgerichteten System der "Urus" nicht zurecht, vor allem der hinter den Spitzen agierende Diego Forlan wurde nicht unter Kontrolle gebracht. Forlan setzte dann in der 24. Minute auch das erste Ausrufezeichen des Matches, indem er einen von Mokoena abgefälschten Weitschuss im Tor versenkte.
Passive Spielweise der Südafrikaner bestraft
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am passiven Spiel der Südafrikaner wenig, ganz im Gegenteil: Hatte die "Bafana Bafana" gegen Mexiko noch eine starke zweite Hälfte hingelegt, so fanden sie diesmal auch nach Wiederanpfiff überhaupt nicht in die Partie. Das chancenarme Match spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab, das höchste der Gefühle für Südafrika war ein Kopfball von Mphela aus kurzer Distanz neben das Tor (66.).
Die Uruguayer verströmten bei ihren Gegenstößen mehr Gefahr und sorgten in der 80. Minute für die Vorentscheidung. Goalie Khune erwischte den völlig frei stehenden Suarez im Strafraum an der Fußspitze und wurde wegen Torraubs vom Platz gestellt, sein Ersatzmann Josephs hatte beim Elfer von Forlan keine Chance. In der fünften Minute der Nachspielzeit erhöhte Pereira noch auf 3:0.
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