Auf Wunsch vieler Wirte will ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner die Schanigartenregelung liberalisieren. So soll die Genehmigungspflicht durch die zuständigen Behörden für Gastgärten ab 100 Plätzen künftig wegfallen. Die für die Grazer Schanigärten zuständige grüne Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker ist von den Plänen des Wirtschaftsministers wenig begeistert.
"Die Rechte der Anrainer würden drastisch beschnitten, weil das Genehmigungsverfahren wegfallen würde. Es gäbe dann zum Beispiel auch keine Lärmmessungen mehr. Einer solchen Regelung werden die Grünen niemals zustimmen", so Rücker. Kritik am geplanten Gesetz kommt auch von den Kommunisten. Für die Anrainer gibt's zumindest für heuer Entwarnung. Das neue Gesetz tritt - wenn überhaupt in dieser Form - ohnehin erst 2011 in Kraft.
Ausnahme in Graz
Wie auch immer: Die Grazer können ab Dienstag bis 23.30 Uhr die Gastgärten der Landeshauptstadt genießen. Die Stadt hat diesbezüglich vor einigen Jahren ja eine Sonderlösung beschlossen. Der mögliche Gesetzesrahmen (Öffnungszeit bis 24 Uhr) wurde als Kompromiss zwischen Gastwirten und Anrainern nicht ganz ausgeschöpft.
Geld retour bei Regen
Grazer Gastgartenbesitzer haben nach der Schlechtwetterperiode im Mai einen Gebührennachlass für die von der Stadt angemieteten öffentlichen Flächen gefordert (siehe Nachlese in der Infobox). Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker wird am Ende der Gastgartensaison (15. September) abrechnen. Hat es mehr Regen- als Schönwettertage gegeben, dann erhalten die Gastwirte die Gebühren eines ganzen Monats rückerstattet.
von Gerald Richter, Ernst Grabenwarter ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.