20.11.2019 10:49 |

Sicherheitslücke

Conrad gehackt: 14 Millionen Kundendaten betroffen

Datenpanne bei Conrad Electronic: Über eine Sicherheitslücke haben Unbekannte Zugriff auf die Datensätze von knapp 14 Millionen vornehmlich deutschen Kunden des Elektronikfachmarktes gehabt - darunter neben Post- und E-Mail-Adressen zum Teil auch Kontonummern, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Nach gründlicher Untersuchung lägen keine Hinweise darauf vor, dass der Zugang genutzt worden wäre, um Daten missbräuchlich zu verwenden, betonte Conrad. Die knapp 14 Millionen Datensätze, auf die Zugriff möglich gewesen wäre, umfassen Postadressen, teilweise E-Mail-Adressen bzw. Fax- und Telefonnummern und bei knapp einem Fünftel der betroffenen Datensätze auch IBANs. Kreditkarteninformationen, Login-Daten oder Kundenpasswörter seien nicht betroffen.

Sicherheitslücke geschlossen
„Wegen des unerlaubten Eindringens in unsere IT haben wir unverzüglich Strafanzeige beim Landeskriminalamt gestellt und sofort das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht über den Vorfall informiert. Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen, um den Vorgang aufzuklären und erforderlichenfalls weitere notwendige Konsequenzen zu ziehen“, erklärte Tilman Scherer, verantwortlich für die Unternehmenssicherheit bei Conrad Electronic. Die Sicherheitslücke sei bereits identifiziert und geschlossen worden.

Unternehmen rät zu besonderer Vorsicht
Die betroffenen Daten waren demnach in einer sogenannten Elasticsearch-Datenbank gespeichert und nicht frei im Netz zugänglich, sondern nur durch Einsatz spezieller Software auffindbar, die sich Lücken in der Sicherung von Datenbanken zunutze macht. Sollten durch die Datenlücke Daten entwendet worden sein, könnten beispielsweise E-Mail-Adressen der betroffenen Kunden genutzt werden, um Spam-Mails an sie zu senden. Conrad rät daher grundsätzlich zu besonderer Vorsicht beim Umgang mit verdächtigen E-Mails, insbesondere, wenn diese dazu auffordern, Anhänge zu öffnen.

„Die Sicherheit unserer Kunden und ihrer Daten ist uns sehr wichtig. Wir bedauern sehr, dass es zu dieser Datenpanne gekommen ist und bitten unsere Kunden aufrichtig um Entschuldigung", so Geschäftsführer Werner Conrad.

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