Trauer um Soldat

Todesbisse in Kaserne: Gutachter widerspricht Heer

Tag vier nach dem Drama in der Flugfeldkaserne im niederösterreichischen Wiener Neustadt: Dominik R. (31) starb, der Elitesoldat soll von Zugriffshunden in deren Zwinger getötet worden sein. Beim Heer spricht man von einer „unerklärlichen Tragödie“ - für Gerichtsgutachter Michael Schönbauer eine „völlig falsche und absurde“ Aussage.

Der gerichtlich beeidete Veterinärmedizin-Experte spricht klare Worte: „Hier gibt es kein Rätsel. Diese Hunde sind trainiert, um zu töten!“ Einzig und alleine das „Herrl“ habe als „Alphatier“ Einfluss auf das für den Einsatz in Extremsituationen ausgebildete Tier.

Obduktion folgt
Dominik R. war an diesem Tag im Zwinger nicht das Oberhaupt. Wie berichtet, ließ er seinen eigenen Hund im Auto, um die Belgischen Schäfer zu füttern. Stunden später erst wurde er entdeckt. Tot. Dienstag wird sein Leichnam obduziert.

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„Der Soldat hätte nicht zu den Zugriffshunden gehen dürfen. Er hatte keine Alphabeziehung zu ihnen. Die Tiere können nichts dafür – sie sind trainiert, selbstständig zu stellen."

Hofrat Dr. Michael Schönbauer, gerichtlich beeideter Sachverständiger für Veterinärmedizin am Landesgericht Innsbruck

„Warum sollte man sie töten?“
Die Zugriffshunde bleiben in Quarantäne, ob sie eingeschläfert werden, ist unklar. Schönbauer: „Warum sollte man sie töten? Sie können nichts dafür.“

Was am Ende sicher bleibt, ist die unendliche Trauer um einen besonnenen, engagierten und sympathischen Top-Soldaten, der das Leben noch vor sich hatte.

Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung

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