Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) sprach sich für vier Gesundheitsregionen in Österreich aus. Sein Parteikollege, Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, erteilt diesem Vorschlag umgehend eine Absage.
Ludwig will aus neun Steuerungsgremien künftig vier Gesundheitsregionen entstehen lassen. Das Burgenland soll dabei geteilt werden: Das Nordburgenland und Niederösterreich würden eine Region bilden, der Landessüden eine mit der Steiermark und Kärnten. Die übergreifende Planung hätte der Bund inne.
„Brauchen keine künstlichen Grenzen“
Doskozil lehnt diese „gesundheitspolitische Teilung des Burgenlands“ klar ab und spricht sich stattdessen für größtmögliche regionale Autonomie aus: „Wir brauchen im österreichischen Gesundheitswesen keine künstlichen Grenzen und keine Zentralisierung.“
Entscheidungen müssten möglichst dort getroffen werden, wo es für die Patienten nötig und entscheidend sei – in den Regionen, so der Landeschef. Alles andere würde für das Burgenland schmerzhafte Einschnitte bedeuten und zu Klinikschließungen führen.
Grenzüberschreitende Planung und Zusammenarbeit sei sinnvoll und notwendig, sollte aber größtmögliche regionale Entscheidungsspielräume lassen. Grundlegende Fragen und die nachhaltige Finanzierung will Doskozil beim nächsten Finanzausgleich klären.
Verweist auf „geltendes Recht“ bei Gastpatienten
In der Gastpatienten-Frage gelte es, „ernst zu nehmen, was geltendes Recht und geltende Vertragslage ist“. Der Landeschef verweist auf eine 15a-Vereinbarung und eine Regelung im aktuellen Finanzausgleich, der alle Länder zugestimmt hätten und die nicht einseitig infrage gestellt werden könne. Das Burgenland habe in diesem Streit zudem seine Lehren bereits gezogen und verstärke seine Gesundheitsoffensive.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.