133-Euro-Strafzettel

Fellnase in U-Bahn als Schwarzfahrer erwischt

Wien
09.01.2026 07:00

Ein Hundeblick wie aus dem Bilderbuch – und doch gnadenlos abgestraft. In der Wiener U-Bahn tappte eine Fellnase ohne Ticket in die Kontrolle. Ergebnis: 1,80 Euro Fahrschein, 131,60 Euro Strafe. Macht insgesamt über 133 Euro. Die Wiener Linien bleiben hart.

Große Augen, wuscheliges Fell, unschuldig wie ein Lamm. Doch dieser Blick nützte nichts. Eine Wienerin erlebte mit ihrer Familie eine tierische Überraschung: Der Hund war mit ihrem Neffen unterwegs, Schüler, entsprechendes Jugendticket in der Tasche. Alles korrekt – dachte man.

Fahrschein bitte!
Bei der Kontrolle dann das böse Erwachen: Die Fellnase hatte kein eigenes Ticket. Die Konsequenz folgte prompt und ohne Mitleid. Kostenpunkt: 1,80 Euro für den Fahrschein, dazu 131,60 Euro Strafe. Gesamt: 133,40 Euro. Der Hund als Schwarzfahrer – ein teures Missverständnis.

Nicht in allen Karten inkludiert
„Wir wussten nicht, dass das nur für Besitzer einer Jahreskarte gilt“, schildert die Wienerin. In Wien sei man gewohnt, dass Hunde bei Jahreskarten inkludiert sind. Doch der Teufel steckt im Detail – und das kennt in den Öffis kein Erbarmen. Denn das gilt nur für Jahreskarten, nicht für Jugendtickets, die nur für den Schulweg gelten. Groll hege man aber nicht. Aber man wolle nun andere aufklären. 

Auch der süßeste Hundeblick half nichts – Regeln sind Regeln und wer beim Schwarzfahren erwischt ...
Auch der süßeste Hundeblick half nichts – Regeln sind Regeln und wer beim Schwarzfahren erwischt wird, muss zahlen.(Bild: Krone KREATIV/Wiener Linien, Leserreporter)
Die flauschige Fellnase mit seinem teuren Ticket
Die flauschige Fellnase mit seinem teuren Ticket(Bild: zVg)

Regeln sind Regeln
Die „Krone“ fragte bei den Wiener Linien nach. Dort verweist man nüchtern auf die Beförderungsbedingungen. Klar geregelt sei, wer ein Ticket brauche – und wer nicht. Kleine Hunde in geschlossenen Behältnissen fahren kostenlos. Assistenzhunde ebenfalls, sofern sie im Behindertenpass eingetragen sind.

Das gilt in den Öffis
Für alle anderen Vierbeiner gilt: Maulkorb, Leine – und eine eigene Fahrkarte. Kostenlos ist die Hundemitnahme ausschließlich für Besitzer einer Jahreskarte. In allen anderen Fällen braucht der Hund einen ermäßigten Einzelfahrschein. Am Automaten kostet eine „1 Fahrt Wien ermäßigt“ 1,60 Euro, digital 1,50 Euro, im Fahrzeug 1,80 Euro.

Hundeblick half nichts
Die Wiener Linien halten fest: „Egal ob Hund oder Mensch – wer bei einer Kontrolle ohne gültiges Ticket unterwegs ist, muss mit einer Mehrgebühr rechnen.“ Und weiter: Auch bei besonders süßen Hundeaugen könne man „leider keines zudrücken“.

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