Hauptsächlich nigerianische Fans hatten kurz vor Spielbeginn versucht, in das 10.000 Zuschauer fassende Stadion, in dem keine WM-Spiele ausgetragen werden, einzudringen. Die Massenpanik brach vor den Toren aus, als sich die Spieler gerade für die Nationalhymnen postiert hatten.
Erinnerungen an Tragödie vom März 2009
Der Zwischenfall rief Erinnerungen an eine Tragödie hervor, die sich Ende März 2009 an der Elfenbeinküste ereignet hatte. Bei einem WM-Qualifikaitonsspiel gegen Malawi in Abidjan waren bei einer Massenpanik 22 Menschen getötet und mehr als 130 verletzt worden. Die FIFA hatte den Verband der Elfenbeinküste daraufhin mit einer Geldstrafe von 50.000 Schweizer Franken (35.840 Euro) belegt.
Der Fußball-Weltverband hat am Sonntagabend in einer Stellungnahme betont, dass das Testspiel in Johannesburg nicht unter seiner Aufsicht stattgefunden hatte. "Dieses Freundschaftsspiel steht in keinem Zusammenhang mit der Organisation der WM 2010, für die wir weiter voller Zuversicht sind", erklärte der Weltverband. Daher sei auch kein WM-Sicherheitsdienst anwesend gewesen. "Es kann niemandem die Schuld gegeben werden. Wir hatten keine Chance, in ein größeres Stadion auszuweichen", meinte Taiwo Ogunjobi, ein Vorstandsmitglied des nigerianischen Verbandes. "Wir sind einfach dankbar, dass niemand gestorben ist."
Spiel in der zweiten Halbzeit unterbrochen
Yakubu Ayegbeni brachte die Nigerianer im Spiel früh in Führung (17.). Nach einer zwanzigminütigen Unterbrechung in der zweiten Halbzeit trafen noch Victor Obinna per Elfmeter (62.) und Obafemi Martins (90.) für die Afrikaner, die es in WM-Gruppe B mit Argentinien, Griechenland und Südkorea zu tun bekommen. Stürmerstar Jong Tae-se war für die Nordkoreaner zwischenzeitlich der Anschlusstreffer gelungen (61.). Der krasse Außenseiter trifft bei der WM in der schwierigen Gruppe G auf Brasilien, Portugal und die Elfenbeinküste.
Weil in den Storypostings keine sinnvolle Diskussion mehr stattgefunden hat und beleidigende, rassistische und diskriminierende Postings überhandgenommen haben, sehen wir uns gezwungen, die Kommentar-Funktion bis auf Weiteres zu deaktivieren.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.