Gurten gegen Lustenau

Cup-„Prämie“ ist Zuckerl für die Mannschaftskasse

Die Bundesligisten Altach (2017) und WAC (2018) an den Rand einer Pleite gebracht, heuer in der 2. Runde des ÖFB-Cups Zweitligist Horn verdient 2:0 besiegt - Drittligist Gurten ist ein echter Favoriten-Schreck. Am Dienstag will man gegen Austria Lustenau auch die Mannschaftskasse aufbessern. Die SV Ried muss hingegen zu Bundesligist St. Pölten. 

Es hat sich auch bis ins Ländle herumgesprochen: Gurten ist ein Cup-Spezialist, vor allem auf dem kleinen Platz tun sich die „Großen“ richtig schwer. „Überraschen können wir keinen mehr“, so Sportchef Franz Reisegger vor dem Duell gegen den Tabellen-Dritten der 2. Liga. Zumal die Austria auch das Liga-6:0 Samstag in Stadl-Paura beobachtet hatte. Wie man den Favoriten, der bereits Montag angereist ist und sich bei den Innviertlern wegen Hotels erkundigt hatte, trotzdem schlagen kann?

Kampfgeist als Trumpf
„Einfach unsere Tugenden abrufen und 100 Prozent Kampfgeist zeigen“, so Reisegger – und auch die „Belohnung“ für einen Aufstieg könnte Motivation sein. Statt Prämien gibt’s ein „Zuckerl“ für die Mannschaftskasse. Womit der Selbstbehalt für das nächste Trainingslager wegfällt.

RIed in St. Pölten gefordert
Bundesliga gegen Zweite Liga. Ein Kader-Marktwert von zehn Millionen gegenüber knapp über fünf!  Aber auch: Bundesliga-Letzter gegen Zweitliga-Zweiter. Sportliches „Opfer“ gegen „Serientäter“. Für Außenstehende ist die Favoritenrolle im Cup-Achtelfinale zwischen St. Pölten und Ried nicht so klar wie für die Beteiligten. „Wir sind Underdog“, sagt Ried-Trainer Gerald Baumgartner.

Waffe des Gegners
„Unterschätzen dürfen wir sie nicht“, St. Pöltens Top-Stürmer Rene Gartler. Zwei Jahre spielte der nun 34-Jährige ab 2012 im Innviertel, traf für Ried in 71 Pflichtspielen 35 Mal. Heute ist er die gefährlichste Waffe des Gegners. Der also auf den ersten Blick Favorit zu sein scheint. „Weil die Kluft zwischen erster und zweiter Liga immer größer wird“, weiß Baumgartner. Doch Ried kommt heute mit drei „Brücken“, um diese Kluft zumindest sportlich in einem Spiel zu überwinden:

Cup-Spezialist 
Seit acht Spielen ist Ried ungeschlagen, St. Pölten wartet in der Liga seit sieben Partien auf einen vollen Erfolg. Wegen dieser Serien trifft das „Opfer“ heute quasi auf den Super-„Serientäter“. Das müsste sich auch in der Verunsicherung bzw. im Selbstvertrauen zeigen. Dazu  kommt  Cup-Spezialist Baumgartner in die NV-Arena. Von 26 Cup-Spielen als Trainer verlor er nur zweimal gegen die Salzburger Super-Bullen. Und in 29 Auswärtsspielen ist Ried unter dem 54-Jährigen ungeschlagen.

Daniel Lemberger/Markus Neißl

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