Alarmglocken schrillen

Waffenverbotsplan für drei Hotspots in Linzer City

Kaum ein Wochenende vergeht ohne Messerangriffe in der Linzer Innenstadt. Zuletzt wollte sich eine Gruppe Iraker mit Stichwaffen den Zutritt zur Disco A 1 verschaffen. Die Aktion endete ohne Verletzte. Dennoch schrillen bei ÖVP-Stadtvize Baier die Alarmglocken. Er fordert drei weitere Waffenverbotszonen in der City.

„Handeln, bevor etwas passiert“, ist die Devise des Linzer Vizebürgermeisters Bernhard Baier (VP). Für ihn sind die Waffenverbotszonen am Hinsenkampplatz und jene ab 1. November in der Altstadt nicht genug. Er fordert ehestmöglich eine Prüfung der Situation rund um den Hauptbahnhof und in weiterer Folge vom Musiktheater bis zum Schillerpark – siehe Grafik rechts.

Bahnhof ist ein Hotspot
„Mit dem kühleren Temperaturen wird sich das Geschehen in Richtung Bahnhof und darin abspielen“, prophezeit der Vizebürgermeister. Das ÖBB-Areal gilt ohnehin als Hotspot krimineller Handlungen.
Die Verhängung der Waffenverbotszone ist Sache der Polizei. In diesem Fall muss sie sich mit den ÖBB absprechen. In weiterer Folge spricht sich Baier für eine Durchleuchtung der Situation im Volksgarten und Schillerpark aus.

Viele Vorteile
Waffenverbotszonen haben aus seiner Sicht den größten Vorteil, dass Verdächtige ohne Angabe von Gründen kontrolliert werden können. Haben diese einen gefährlichen Gegenstand – darunter fallen auch „Schnapper“, „Läufer“ und „Klapper“ – bei sich, müssen sie einen nachvollziehbaren Grund für das Mitführen nennen. Die „Selbstverteidigungsausrede“ zieht in diesem Fall übrigens nicht.

Saftige Strafen drohen
Wer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 500 Euro rechnen. Bei einer Wiederholung drohen Strafen bis zu 2300 Euro. Reicht das nicht aus, können Personen weggewiesen werden. „Das Betretungsverbot tut Kriminellen besonders weh“, erklärt Baier.

Mario Zeko
Mario Zeko
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