"Ich bin sehr froh, dass ich hier spielen kann und bin hierhergekommen, um Titel zu gewinnen. Ich will alles zeigen, was ich kann", sagte Arnautovic auf der eilig einberufenen Pressekonferenz. "Der Verein ist sehr familiär, die Mannschaft hat großes Potenzial." Der gebürtige Wiener ist neben Teamverteidiger Sebastian Prödl und den Junioren Kevin Krisch und Patrick Derdak der vierte Österreicher, der bei den Bremern unter Vertrag steht. Ausdrücklich dankte der junge Stürmer U21-Teamchef Andreas Herzog, der an dem Transfer in einer Art beratenden Funktion beteiligt war. "Wenn ich nach Hause komme, wird er der erste Mensch sein, den ich anrufe. Ich werde ihm für alles danken, was er getan hat", sagte Arnautovic.
"Ein junger Spieler mit großem Potenzial"
Cheftrainer Thomas Schaaf und Geschäftsführer Klaus Allofs zeigten sich sehr erfreut über die Verpflichtung: "Marko ist ein junger, sehr talentierter Stürmer, der bereits einige Erfahrungen sammeln konnte. Wir sind sicher, dass er eine sportliche Bereicherung für uns darstellt und wir ihn bei uns noch weiterentwickeln können", meinte Schaaf. Allofs wies darauf hin, dass der Transfer "in die Reihe unserer letzten Verpflichtungen" passe. "Er ist ein junger Spieler mit großem Potenzial, der bei Twente seine Qualitäten bereits gezeigt hat. Arnautovic passt in die Mannschaft, die mit jungen Spielern gespickt ist."
Arnautovic wird zum Trainingsstart am 5. Juli seine Arbeit bei den Werderanern aufnehmen. Am 29. Juli kommen die Deutschen auf ein einwöchiges Trainingslager nach Bad Waltersdorf. "Ich sehe hier eine große Chance, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen. Ich bin heiß auf den Trainingsstart in einem Monat", sagte der mittlerweile fünffache ÖFB-Teamspieler. Im Angriff der Bremer wird die Konkurrenz allerdings enorm sein. Claudio Pizarro, Hugo Almeida oder Aaron Hunt werden wohl die größten Konkurrenten um ein Stammleiberl sein.
Technisch versiert, robust und schnell
In Bremen muss sich der als hochtalentiert gepriesene Stürmer beweisen. Nahezu unbeobachtet von der österreichischen Fußball-Szene hatte Arnautovic vor Jahren in der Jugend von Twente Enschede auf sich aufmerksam gemacht. Technisch versiert, robust und schnell sorgte der 1,92-m-Mann aus "Oostenrijk" für Furore. Als "neuen Zlatan Ibrahimovic" priesen Medien bald den damals 17-Jährigen, der noch keine Erstliga-Partie bestritten hatte. Am 14. April 2007 war es endlich so weit: Beim 0:2 gegen PSV Eindhoven kam Arnautovic erstmals in der Ehrendivision zum Einsatz.
Mit dem schwedischen Superstar hat der Wiener nicht nur die Statur gemeinsam. Wie "Ibra" gilt auch Arnautovic, dessen spielerische Qualitäten unbestritten sind, als ähnliche Diva. Während ihn in Wien die Trainer als "verhaltensauffällig" beschrieben, lebte sich der Edeltechniker in Enschede ein. Für Twentes Kampfmannschaft erzielte er in 44 Einsätzen zwölf Tore und wechselte im vergangenen Sommer zu Inter Mailand. Aus dem damals verkündeten Rekordtransfer um 10 Millionen Euro wurde aber nichts, da diese Summe nur bei zehn Einsätzen in Inters Team fällig geworden wäre. Arnautovic bestritt jedoch nur drei Kurz-Einsätze für die Mailänder.
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