Poldis Probleme begannen vor einem Zebrastreifen in einer 30-km/h-Zone in Kölns Innenstadt. Als ein 71-Jähriger und seine Frau die Straße überqueren wollten, soll "Prinz Poldi" gehupt haben. Zwischen dem Pensionisten und dem Fußballer ergab sich ein Wortgefecht, in dem sich Podolski angeblich "Prolet" nennen lassen musste, seinerseits aber drohte: "Das nächste Mal fahr ich dich um."
Das Paar hat sich zunächst beim 1. FC Köln, Podolskis Arbeitgeber, beschwert und schließlich bei der Polizei Anzeige erstattet.
Faul-Vorwürfe von Stein
Podolski hat es derzeit auch sportlich nicht leicht: Auf ihm ruhen die Hoffnungen der deutschen Fans bei der WM - und das, obwohl der Stürmer in der abgelaufenen Saison meistens nur übers Feld getrabt ist, statt Tore zu schießen. Nachdem sich bereits DFB-Teamchef Jogi Löw über Poldis Fitness-Rückstand geärgert hatte, legte am Dienstag der ehemalige deutsche Nationaltorhüter Uli Stein in der "Bild"-Zeitung nach: "Alle Trainer haben mir bestätigt, dass er der faulste Spieler ist, den sie je hatten."
Poldi schlägt zurück
Der 55-Jährige sagte in einem Interview, dass er bereits mit mehreren Betreuern gesprochen habe, die Podolski unter ihren Fittichen hatten: "Er macht nichts, trainiert nicht. Deswegen ist er in so einer Verfassung." Podolski kommentierte Steins Aussagen staubtrocken: "Ist das derjenige, der Kaiser Franz als Suppenkasper bezeichnet hat?"
Spezielles Trainingsprogramm für Podolski
Zuvor hatte bereits Teamchef Jogi Löw seine Sturmhoffnung kritisiert: "Er muss jetzt wirklich in allen Bereichen was tun, um innerhalb kürzester Zeit auf ein hohes Niveau zu kommen. Er wird ein spezielles Programm bekommen und von uns täglich angetrieben, damit er schnell wieder an seine Leistungsgrenze herankommt."
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