09.09.2019 11:25 |

Skandalöse Reise

Herzogin Meghans patschertes Royal-Leben

Herzogin Meghan hat die Briten und angeblich auch die Königin verärgert. Ihr Trip nach New York, um ihre Freundin Serena Williams beim US-Open-Finale anzufeuern und Yoga zu machen, kommt bei vielen Müttern in Großbritannien gar nicht gut an. Die Queen wiederum soll irritiert sein, weil Prinz Harry und Herzogin Meghan ihre Einladung nach Balmoral ausgeschlagen haben. 

Zum ersten Mal seit der Geburt des kleinen Archie ist Herzogin Meghan in ihre Heimat USA gereist und feuerte ihre Freundin, Tennis-Star Serena Williams, im Finale der US Open an. Bevor sie im kostengünstigen Jeanskleid auf den Sitzreihen des Centercourts Platz nahm, eilte die Ex-Schauspielerin ins Yogastudio ihres Vertrauens, um an einer Hot-Yoga-Session mit 60 anderen Sportlern teilzunehmen. Geflogen ist Meghan wegen der Kritik an ihren letzten Privatjetflügen den Berichten zufolge First Class, aber immerhin habe es sich um einen ökologisch freundlicheren Linienflug gehandelt. 

Säugling allein gelassen
Für viele Briten ist die Reise trotzdem skandalös. Einen Säugling - Meghans Baby Archie kam erst im Mai zur Welt - für eine Vergnügungsreise und Yoga alleinzulassen, ist für viele ein Zeichen von Selbstsucht.

Serena Williams, die selbst Mutter eines Kleinkindes ist, hätte nach Meinung vieler Verständnis dafür gehabt, dass ihre Freundin auf so eine Reise verzichtet. Die 38-jährige Meghan hatte den kleinen Buben in der Obhut ihres Mannes Prinz Harry in Windsor zurückgelassen, was an sich kein Problem darstellen sollte. Doch muss sie sich nun auch die Frage stellen lassen, ob sie das Kind überhaupt stillt und wirklich völlig in der Mutterrolle aufgeht. Dies würde nämlich auch erst einmal Verzicht bedeuten. Verzicht auf eigene Ego-Trips zuallererst.

Ihre Schwägerin Herzogin Kate, mittlerweile Mutter von drei Kindern, gilt bei vielen als perfekte Mutter und hat die Erwartungshaltung ans britische Königshaus damit hoch gesetzt. Bei ihr hatte das Volk von Anfang an das Gefühl, dass ihre Kinder an erster Stelle stehen.

Ibiza-Glamour statt Balmoral
Auch der Queen gegenüber muss sich die schöne Ehefrau von Prinz Harry rechtfertigen. Grund: Sie wäre auf der königlichen Sommerresidenz Balmoral in Schottland eingeladen gewesen, damit die immerhin bereits 93-jährige Monarchin auch Zeit mit ihrem jüngsten Urenkelkind Archie verbringen kann. Diese Einladung sollen Harry und Meghan aber mit der Begründung ausgeschlagen zu haben, keine Zeit zu haben, und außerdem sei die Reise für das Kleinkind zu anstrengend. 

Nicht zu anstrengend hingegen waren zwei Sommerreisen mit dem Flugzeug für das Baby. Einem Aufenthalt in Ibiza folgte gleich eine Privatflugreise zu Prinzessin Dianas Freund Elton John nach Südfrankreich. Prinz Harry musste für die vielen Flüge sogleich massive Kritik einstecken, da er zuvor bei einer Klimakonferenz Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein gefordert hatte. 

Zeit mit Lieblingsenkelin
Die Königin soll stattdessen mehr Zeit mit ihrer Lieblingsenkelin Lady Louise verbracht haben. Die 15-Jährige ist die Tochter von Prinz Andrew und seiner Frau Sophie. 

Es heißt, die Königin habe Ausritte mit dem Teenager unternommen. Das Mädchen soll auch mit Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis gespielt haben, als Prinz William und Herzogin Kate, die mit dem Billigflieger anreisten, mit den Kindern bei der Oma zu Besuch waren. Ebenfalls ein Pluspunkt bei der Queen, der familiäre Verbundenheit sehr am Herzen liegt. 

Nichts als Ärger
Prinz Harry und Herzogin Meghan setzen im Vereinigten Königreich zweifellos Akzente. Locker und volksnah kommen sie daher und engagieren sich stark im sozialen Bereich, heißt es in Agenturberichten. Doch auf der anderen Seiten fordern Harry, der am Sonntag (15. September) 35 Jahre alt wird, und Meghan so viel Privatsphäre ein wie kaum ein anderes Mitglied des Königshauses. Das ärgert viele eingefleischte Royal-Fans sehr.

Nicht nur der New-York-Trip, sondern auch andere Ereignisse haben in den vergangenen Monaten die Anhänger des Königshauses auf die Palme gebracht. Als Meghan im Juli beim Tennis-Grand-Slam-Turnier in Wimbledon, wo auch ihre Freundin Serena Williams spielte, überraschend auftauchte, gab es einen Riesenaufstand. Denn Sicherheitskräfte untersagten britischen Medien zufolge dem Publikum, die Herzogin zu fotografieren. Gleichzeitig konnten aber Millionen Menschen Meghan in Wimbledon im Fernsehen sehen.

Enttäuschte Fans
Zu privat war Anfang Juli auch die Taufe von Archie, des ersten Kindes von Harry und Meghan, wie Kritiker finden. Mit etwa 25 Gästen feierte das Paar den kleinen Archie Harrison Mountbatten-Windsor in einer Kapelle im Schloss Windsor. Die Gästeliste blieb bis zuletzt geheim, ebenso wie die Namen der Taufpaten. Nur zwei Fotos, die der Buckingham-Palast später veröffentlichte, gaben Einblicke.

Die Taufe im kleinen Kreis sei ein Traditionsbruch gewesen, schrieb der „Daily Mirror“. Fans waren enttäuscht, dass es vor oder nach der Feier in der Kapelle keinen öffentlichen Auftritt der Familie gab.

Taufe war „PR-Katastrophe“
„Ich akzeptiere, dass es sich um eine private Zeremonie in einer privaten Kapelle handelt, aber die verstorbene Prinzessin Diana hätte gewollt, dass Prinz Harry näher bei den Leuten ist“, sagte Royal-Fan Jon Loughrey. „In einem Moment wollen sie die Royals sein, im nächsten wollen sie es nicht mehr“, sagte Anne Daley, die mit selbst gebackenem Kuchen extra nach Windsor gekommen war.

„Harry und Meghan wollen keine Privatsphäre, sie wollen ein privates Leben in der Öffentlichkeit - niemand hat ein Recht darauf“, kritisierte die Zeitung „The Times“. Die Royals hätten bereits sehr viel Privatsphäre, sogar mehr als der Durchschnittsbürger. „Niemand weiß, wohin sie in den Urlaub fahren oder wo sie sind, wenn sie nicht gerade ihren Pflichten nachkommen.“ Das Blatt bezeichnete Archies Taufe als „düstere kleine Versammlung von Prominenten“ und eine „PR-Katastrophe“. Genau so sollte eine Taufe aber nicht sein.

Bye-bye, Großbritannien?
Irgendwie scheinen Harry und Meghan es niemanden recht machen zu können. Die kleine Familie lebt inzwischen nicht mehr in der Nähe des Kensington-Palastes mitten in London, sondern im geräumigeren Frogmore Cottage auf dem Gelände von Schloss Windsor. Auch für die hohen Sanierungskosten des alten Gebäudes steht das Paar in der Kritik. 

Britische Medien spekulieren, dass Harry und Meghan zeitweise Großbritannien verlassen könnten: Vielleicht ziehen sie nach Afrika? Dieser Kontinent hat es sowohl Harry als auch Meghan angetan. Sie unterstützen dort Projekte. Und bei einer Afrika-Reise waren sich die beiden nach eigenen Angaben auch näher gekommen. „Wir kampierten unter den Sternen“, schwärmte der Prinz.

Bereits in Kürze wollen sie zusammen mit Archie auf eine Reise nach Südafrika gehen. Harry will auch Angola, Malawi und Botswana einen Besuch abstatten, wie das Paar auf Instagram bekannt gegeben hat. 

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