Zum Start der Gerichtsverhandlung am Dienstag hat der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52) die schwersten Vorwürfe gegen ihn bestritten. Marius Borg Hoiby antwortete leise mit „Nein“ auf die Frage, ob er die Strafschuld wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs mehrerer Frauen einräume. Er verneinte außerdem, die mutmaßlichen Opfer während der Taten gefilmt zu haben.
Am Dienstag erschien der Skandal-Sohn der norwegischen Kronprinzessin pünktlich zu Prozessbeginn in einem grünen Pullover über einem Hemd und grüner Hose vor Gericht. Er wirkte bei seiner Ankunft nervös, wie mehrere Medien berichteten. Fotos oder Videos des Angeklagten bei Gericht sind verboten.
Der 29-Jährige muss sich wegen zahlreicher, teils schwerer Vergehen verantworten. So wird ihm unter anderem Vergewaltigung und sexueller Missbrauch mehrerer Frauen vorgeworfen. Einige der Taten soll er begangen haben, während die mutmaßlichen Opfer schliefen. Er soll währenddessen auch mitgefilmt haben.
Marius soll am Dienstag Aussage machen
Zu den 38 Anklagepunkten zählen auch Fälle von häuslicher Gewalt, Sachbeschädigung, Drogen- und Verkehrsdelikte. Hoiby drohen bis zu 16 Jahre Gefängnis.
Als Marius‘ Verteidigerin fungiert Ellen Holager Andenæs, die mit 78 Jahren als äußerst erfahren gilt. Anwalt Petar Sekulic (54) zählt ebenfalls zum Team von Mette-Marits Sohn. Am zweiten Prozesstag soll Marius schließlich erstmals eine Aussage machen.
Verhaftung und U-Haft
Noch vor dem Start des Prozesses in Oslo überschlugen sich die Ereignisse: Marius Borg Hoiby wurde am Sonntag festgenommen, muss die nächsten vier Wochen in U-Haft verbringen.
Der 29-Jährige werde des körperlichen Übergriffs, der Drohung mit einem Messer und des Verstoßes gegen ein Besuchsverbot verdächtigt, teilte die Polizei mit. Høiby soll Berichten zufolge am Wochenende ausfällig geworden sein, die Festnahme erfolgte am Sonntagabend. Zu den neuen Vorwürfen schwieg er zunächst. Gegenstand des Prozesses sind diese vorerst nicht.
In Klinik untersucht
Zudem wurde bekannt: Der Sohn von Mette-Marit wurde kurz nach dem Vorfall am Sonntag noch in einem Spital untersucht. Ein Foto, das der norwegischen Zeitung „VG“ vorliegt, zeigt, dass Marius am Sonntag in der Klinik Besuch von seiner Familie bekam.
Neben Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit soll auch seine Halbschwester Ingrid Alexandra im Spital gewesen sein und Gespräche mit Marius‘ Arzt geführt haben.
Auch Mette-Marit unter Druck
Für die Königsfamilie ist der Prozess gegen den Stiefsohn von Kronprinz Haakon (52) ein Riesenskandal – zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Denn auch Mette-Marit steht in diesen Tagen wegen ihrer Verbindung zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erneut unter Druck.
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