29.05.2019 14:46 |

Trauerfeier zu Ende

Hamilton und Co. begleiten Niki auf letztem Weg

Formel-1-Helden hatten Tränen in den Augen, trauernde Weltstars lagen sich in den Armen, vor dem nasskalten Stephansdom war es völlig still. Um 14.43 Uhr wurde Niki Laudas Sarg aus der Kathedrale gebracht. Motorsport-Größen wie Lewis Hamilton, Nico Rosberg, Jean Alesi, Alain Prost oder Gerhard Berger geleiteten den Sarg zurück silbernen Mercedes der Bestattung Wien. Der dreifache Formel-1-Champ trat danach seine letzte Reise an - zur Beisetzung am Friedhof im engsten Familienkreis. Zuvor war die Trauerfeier für Niki Lauda unter Ausschluss der Medienöffentlichkeit über die Bühne gegangen. Etwa eineinhalb Stunden lang gedachten ca. 400 geladene Gäste und Hunderte Trauernde Niki Laudas im Dom. Unter den Ehrengästen: Arnold Schwarzenegger, Lewis Hamilton, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Alt-Kanzler Sebastian Kurz, Andreas Gabalier und viele mehr.

Der Massenauflauf rund um die Trauerfeierlichkeiten in Wien war schon ganzen Tag über enorm. Schon um 7 Uhr versammelten sich Dutzende Journalisten samt TV-Kameras sowie unzählige Schaulustige am Wiener Stephansplatz. Mit Niki Lauda wurde heute einer der größten Sportler der Welt verabschiedet. Tausende Fans drängten sich bis 11.30 in den Stephansdom, um „Servus Niki“ zu sagen. Gegen 12.30 Uhr trudelten dann die geladenen Gäste ein, etwa 400 sollten es sein, unter ihnen Arnold Schwarzenegger, Ex-Kanzler Sebastian Kurz, Lewis Hamilton und Sebastian Vettel. Von 13 bis 14.40 Uhr ging die Trauerzeremonie über die Bühne. Zum Abschluss hielten Bundespräsident Alexander Van der Bellen sowie Arnold Schwarzenegger und Gerhard Berger ergreifende Trauerreden.

Trauerfeier und Aufbahrung
Schon in den frühen Morgenstunden herrschte reger Andrang im Stephansdom. Sechs Blumenkränze, hauptsächlich aus Rosen bestehend, sechs weiße große Kerzen standen neben dem Sarg, der um ca. 8 Uhr in den Dom gertragen wurde. Erste Fans waren bereits davor im Dom - viele von ihnen tragen Ferrari-Kappen oder Mercedes-Utensilien.

Auch die Familie von Michael Schumacher war mit einem Kranz vertreten. „Einmal sehen wir uns wieder. Deine Schumis“, ist auf einer gelben Schleife in Gold zu lesen.

Eintreffen des Sarges
Kurz vor dem Eintreffen des Sarges begab sich Dompfarrer Toni Faber gemeinsam mit Witwe Birgit Lauda sowie den Söhnen Mathias und Lukas zum Riesentor. Unter dem Geläute der Heidenturm-Glocken - und bei strömendem Regen - erfolgte dann die Vorfahrt des Bahrwagens der Bestattung Wien. Der silberne Mercedes wurde von einer Polizeieskorte begleitet.

Kurz nach 8 Uhr war es dann so weit: Der Sarg von Niki Lauda wurde von Mitarbeitern der Bestattung Wien in den Dom getragen und von der Witwe und den Söhnen des Verstorbenen empfangen. Laut Dompfarrer Faber hat Lauda seine letzte Reise in einem Rennoverall angetreten.

Lauda-Helm und Lorbeerkranz
Anschließend wurde der schlichte Sarg in den Dom getragen, wo er in der sogenannten Vierung abgesetzt wurde. Birgit Lauda legte einen Lorbeerkranz auf den Sarg, Lukas Lauda postierte den Helm des legendären Rennfahrers darauf. Fotos von Niki und zahlreiche Blumenkränze wurden ebenfalls aufgestellt. 

Dompfarrer segnet Verstorbenen
Der Dompfarrer sprach Gebete und segnete den aufgebahrten Verstorbenen mit Weihwasser und Weihrauch. Musikalisch wurde diese erste Zeremonie von Chorgesang begleitet. Danach wurden die Tore für all jene geöffnet, die persönlich von Niki Lauda Abschied nehmen wollten. Der Zugang zum Sarg erfolgte über das Primtor.

Fans verabschieden sich
Bis knapp vor 11.30 Uhr hatten die Fans danach die Möglichkeit, sich von Österreichs Formel-1- Legende zu verabschieden. Und Tausende nutzen die Gelegenheit, erwiesen Niki die letzte Ehre.

Warteschlangen vor dem Dom
Selbst bei strömenden Regen bildeten sich vor dem Dom lange Warteschlangen. Bis zu einer Stunde harrten die Menschen aus, ehe sie in den Dom gelangten. Auch am Requiem, das um etwa 13 Uhr begann, durfte die Öffentlichkeit teilnehmen.

Rührende Szenen 
Besonders rührende Szenen spielten sich immer wieder vor Nikis Sarg ab. Unzählige Fans zogen ihre roten Kappen vor dem F1-Idol. Fast alle bekreuzigten sich. Viele verneigten sich tief, knieten sich ein letztes Mal vor Lauda hin - oder brachen gar in Tränen aus. Auffällig: Es waren auch immer wieder PilotInnen und FlugbegleiterInnen in Uniformen zu sehen. Pünktlich um 11.30 Uhr schlossen sich dann - wie angekündigt - vorübergehend die Tore für die Öffentlichkeit zur Vorbereitung des Requiems. 

krone Sport
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