Alte Rivalität

Google-Gründer Brin von Microsoft in China enttäuscht

Web
25.03.2010 11:10
Google-Gründer Sergey Brin zeigt sich enttäuscht vom Engagement seines Rivalen Microsoft in China. In einem Interview mit der britischen Zeitung "The Guardian" warf Brin dem Softwarekonzern vor, sich nur gegen Menschenrechte und Redefreiheit auszusprechen, um Google zu widersprechen und sich selbst Vorteile in der Volksrepublik zu verschaffen.

Brin bezog sich damit auf ein Fernseh-Interview mit Bill Gates von Ende Jänner, in dem sich der Microsoft-Gründer auf die Seite der kommunistischen Führer gestellt hatte (siehe Infobox). Gates bezeichnete die Internet-Zensur Chinas darin als "sehr begrenzt" und die "Große Firewall" als leicht zu umgehen. Ausländische Unternehmen müssten zudem "die Gesetze des jeweiligen Landes beachten", so Gates.

Weitere Unternehmen ziehen sich aus China zurück
Unterdessen haben nach dem Rückzug Googles aus China zwei weitere amerikanische Internet-Unternehmen angekündigt, ihre Geschäfte dort einstellen zu wollen. Dabei handelt es sich um Firmen, die für den Aufbau einer Website Internet-Adressen an Privatleute verkaufen.

Das Unternehmen Go Daddy Inc. begründete seinen Entschluss am Mittwoch bei einer Anhörung im US-Kongress mit neuen Regeln der chinesischen Behörden, die bei jedem neuen Kunden ein Foto und andere Angaben zur persönlichen Identifizierung verlangen. "Wir wollten nicht als verlängerter Arm der chinesischen Regierung dienen", sagte die Justitiarin von Go Daddy, Christine Jones. 

Aus dem gleichen Grund stellte Network Solutions bereits im Dezember die Registrierung von Domains in China ein.

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