02.05.2019 11:52 |

Präsident besorgt

Pressefreiheit: Van der Bellen warnt vor Zensur

Laut dem Pressefreiheit-Ranking von „Reporter ohne Grenzen“ hat Österreich seine Einstufung als Land mit guter Pressesituation verloren. Im Vorfeld des Internationalen Tages der Pressefreiheit am Freitag warnt Bundespräsident Alexander Van der Bellen nun vor Einschüchterungsversuchen und politischer Zensur.

„Wer die Pressefreiheit angreift, gefährdet einen Wesenskern unserer Demokratie. Wenn versucht wird, Journalistinnen und Journalisten einzuschüchtern oder gar das Recht auf Kritik grundsätzlich einzuschränken, dann werden Grenzen überschritten“, schreibt Van der Bellen auf seiner Internetseite.

„Berichterstattung darf und soll kritisch sein“
„Wir als Demokratinnen und Demokraten wollen und müssen wissen, was bei uns, in Europa und der Welt los ist. Und die Berichterstattung darüber darf, nein, sie soll sogar auch kritisch sein. Verboten ist nicht Kritik, sondern jeder Versuch politischer Zensur“, betont das Staatsoberhaupt, ohne direkt auf die aktuelle Debatte in Österreich einzugehen.

Meinungs- und Pressefreiheit hart erkämpft
Jahrhundertelang sei für die Meinungs- und Pressefreiheit gekämpft worden. „Ohne die Kontrollfunktion von Medien ist unsere moderne liberale Demokratie nicht denkbar. Es gehört zu den ureigensten Aufgaben von Journalistinnen und Journalisten, Mächtige in Politik und Wirtschaft kritisch zu hinterfragen. Die gut abgesicherte Information, der gut recherchierte Hintergrund, der fundiert argumentierte Kommentar - all dies sind zentrale Aufgaben von Medien“, so Van der Bellen.

Kronen Zeitung

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