23.04.2019 10:49 |

Neues Tech-Zentrum

Smartphone-Bank N26: 300 neue Jobs in Wien!

Die von den beiden Österreichern Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründete Smartphone-Bank N26 mit Sitz in Berlin will ein Technologie- und Innovationszentrum in Wien eröffnen. Langfristig sollen bis zu 300 Mitarbeiter eingestellt werden, sagte Stalf am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Mittelfristig sollen für N26 in Österreich rund 100 Software-Entwickler und IT-Fachkräfte arbeiten. Die Eröffnung des Wiener Standorts ist für Herbst geplant, aktuell läuft die Personalsuche. Am künftigen Wiener Standort will N26 unter anderem sein Bank-Sicherheitssystem durch den Einsatz künstlicher Intelligenz weiterentwickeln. Um Betrug zu verhindern, sollen ungewollte Transaktionen schneller identifiziert werden. Außerdem sollen in Wien neue Produkt- und Service-Angebote für die rund 2,5 Millionen N26-Kunden entwickelt werden.

Für Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck ist die Entscheidung der Smartphone-Bank für Wien „ein wichtiges Zeichen“ für den Wirtschaftsstandort. Dadurch werde digitale Wertschöpfung nach Österreich geholt. Wien soll neben der N26-Zentrale in Berlin mit aktuell rund 800 Mitarbeitern und dem Büro in Barcelona mit 70 Mitarbeitern der dritte Technologie- und Innovationsstandort in Europa sein. Insgesamt werde die Bank mittelfristig einen mittleren zweistelligen Betrag in das Technologie- und Innovationszentrum in Wien investieren, kündigte N26-Österreich-Chef Georg Hauer an.

Stalf und Tayenthal gründeten im Jahr 2013 ihr Banken-Start-up Number26 in Wien, verlagerten den Firmensitz aber nach einem Monat bereits nach Berlin. Vor allem die Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern sei ein Hauptgrund für den Wechsel nach Berlin gewesen, hieß es damals. Das Unternehmen hatte zum Markstart im Jahr 2015 noch die Lizenz und Dienstleistungen der Wirecard Bank AG in Anspruch genommen. Mitte 2016 erhielt das Start-up dann eine eigene Banklizenz und Number26 wurde in N26 umbenannt.

Rüge von Finanzaufsicht
Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hatte erst Anfang April bei N26 weitreichende Mängel festgestellt und Nachbesserungen gefordert. Bei einer Sonderprüfung im vergangenen Jahr habe die Behörde unter anderem Missstände bei der Personalausstattung sowie beim Management von ausgelagerten Aufgaben und bei der Technik kritisiert, berichtete das „Handelsblatt“. N26-Chef Stalf wollte sich gegenüber der Zeitung zu den konkreten Prüfungen nicht äußern. Das Start-up sei aber „in sehr engem Austausch mit der BaFin“ und nehme jeden Prüfungsvorgang ernst. „Wenn es bei einer Prüfung Beanstandungen gibt, dann setzen wir Verbesserungsmaßnahmen in Abstimmung mit der BaFin zeitnah um.“

N26 ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Mit einer Bewertung von zuletzt 2,7 Milliarden Dollar gehört es zu den teuersten Start-ups in Deutschland und verfügt nach eigenen Angaben in 24 europäischen Märkten über 2,5 Millionen Kunden. Noch im ersten Halbjahr 2019 will N26 in den USA starten, auch nach Brasilien will die Smartphone-Bank expandieren.

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