08.05.2019 08:30 |

11 mal 11

Porsche 911: Elf Dinge, die Sie nicht wussten

Mit der achten Generation des Porsche 911 ist den Zuffenhausenern eine Art Quadratur des Fahrens gelungen: Der Neue ist so schnell und dabei so leicht zu fahren wie keiner seiner Vorgänger. In der bisher ausschließlich erhältlichen S-Version leistet sein Dreiliter-Sechszylinder-BiTurbo-Boxer 450 PS, zwischen 3,4 und 3,7 Sekunden vergehen bis Tempo 100. Doch er ist mehr als nur ein Sportwagen - und daher lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Hier sind elf Dinge, die Sie über den Porsche 911 wahrscheinlich noch nicht wussten.

7200 cm³ Zukunft
Eine zukunftsträchtige Eigenschaften des neuen Achtgang-Doppelkupplungsgetriebes ist - nichts. Genauer gesagt 7,2 Liter leerer „umbauter Raum“. Hier wurde Platz für den Elektromotor eines künftigen Hybrid-Elfers gelassen.

Ein Maß für die Ewigkeit
Heckantrieb und Sechszylinder-Boxermotor ist seit dem ersten 911er 1963 in Stein gemeißelt. Mehr noch: Alle 911-Motoren weisen seit Anbeginn denselben Zylinderanstand auf. Exakt 118 Millimeter.

Spiegelturbolader
Die Turbolader sind gewachsen und statt oben am Motor nun links und rechts seitlich angebracht. Außerdem sind sie nicht mehr gleich, sondern spiegelbildlich aufgebaut. Dadurch sind die Luftwege gleich lang, was sich u.a. positiv auf das Ansprechverhalten auswirkt.

Haken an der Sache
Unten an den Türen fallen beim Aussteigen erstmals Metallhaken auf (waren beim 991 besser versteckt). Die sorgen dafür, dass sich die Türen im Fall eines Unfalles besser an der Karosserie abstützen können und die Fahrgastzelle geschützt wird. Übrigens besteht die gesamte Außenhaut des Porsche 992 (außer Bug- und Heckteil) aus Aluminium.

Blenden mit Sinn
Erstmals sieht man am Heck des Porsche 911 nicht die Auspuffendrohre, sondern lediglich Blenden ohne Verbindung zum Auspuff. Der Sinn dahinter: Ein leichter Aufprall auf das Auspuffende würde sich wegen der extrem steifen Ottopartikelfilter bis in den Zylinderkopf fortsetzen und immensen Schaden anrichten. Das wird dadurch verhindert.

Nicht blenden mit Sinn
Die optionalen LED-Matrix-Scheinwerfer sorgen dafür, dass der Fahrer nicht durch rückstrahlende Straßenschilder geblendet wird. In Verbindung mit dem Nachtsichtassistenten können sie einzelne, von der Wärmebildkamera erkannte Fußgänger, Radfahrer oder Tiere gezielt anleuchten.

Lamellen-Geheimnis
Die dritte Bremsleuchte im Lüftungsgitter am Heck stellt die Zahl 11 dar. Links und rechts davon befinden sich jeweils neun Lamellen. Macht von beiden Seiten betrachtet 911. Übrigens sind die Lamellen beim Hecktriebler schwarz, bei der Allradversion verchromt.

Zufall
Die Bezeichnung „911“ ist zufällig entstanden. Die VW-Teilenummernserie mit der Ziffer „9“ am Anfang war frei, man nahm die 901 als erstbeste Möglichkeit und nannte das Auto so. Nach 82 gebauten Fahrzeugen musste man die Bezeichnung ändern, weil Peugeot die Rechte daran hatte. Der Einfachheit halber ersetzte man die 0 durch die 1, die man ja ohnehin produzierte - der Name 911 war geboren. Übrigens ist die Quersumme von 911 ausgerechnet elf - als wäre es Absicht…

Von Fall zu Fall
Was jetzt: 911 oder 992? Beides. 911 ist und bleibt die Modellbezeichnung, so wie Golf oder Panamera. Die Baureihennummer ist der Anfang der Teilenummernserie der jeweiligen Baureihe. Die wird wiederum aufs Geratewohl bestimmt. Der aktuelle 911 heißt 992, sein Vorgänger 991. Wie der Nachfolger heißen wird, steht noch nicht fest. Sicher ist nur: Die 993 ist bereits vergeben - an den letzten Elfer mit Luftkühlung (1993 bis 1998).

Nässe hören
Dass der Porsche 992 bei Nässe automatisch den Wet Mode aktiviert, ist nur ein Gerücht. Richtig ist: Wenn über die akustischen Sensoren in den vorderen Radhäusern Fahrbahnnässe erkannt wird, erscheint im Cockpit eine Nässe-Warnung und das ESP (bzw. PSM und PTM) wird „vorkonditioniert“. Den Wet Mode muss der Fahrer dann manuell aktivieren - wenn er will.

Zukunfts-Bremse
Das Bremspedal besteht aus sogenanntem Organoblech, einer Mischung aus Stahl, Kohlefasern und Kunststoffen. Das spart rund 300 Gramm ein. Außerdem ist der Bremskraftverstärker jetzt elektrisch und auf Rekuperation ausgelegt - für einen künftigen Hybridantrieb.

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