Di, 23. April 2019
10.04.2019 13:14

Räuberboss erschossen

Überfall auf AUA-Maschine: Vier Festnahmen

Nach dem Überfall auf eine Maschine der Austrian Airlines am Dienstagnachmittag am Flughafen der albanischen Hauptstadt Tirana, bei dem maskierte Räuber bis zu zehn Millionen Euro erbeutet haben sollen, hat die albanische Polizei vier Verdächtige festgenommen. Dazu wurden rund 40 Personen zu dem Coup befragt, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Bewaffnete und maskierte Räuber hatten am Rollfeld zugeschlagen, als der A320 - Flugnummer OS848 - gerade beladen wurden.

Die Räuber wussten offenbar Bescheid, dass ausländische Banken Geld in Hartwährungen immer wieder per Flugzeug nach Wien schicken, weil die albanische Zentralbank es nicht annimmt. Der Airbus sollte um 15.05 Uhr abheben, er wurde beladen und es lief gerade das Boarding. Die Passagiere saßen bereits im Flugzeug. Über eine Feuerwehrzufahrt des Mutter-Teresa-Airports drangen drei maskierte Täter in Kampfanzügen auf das Flughafengelände vor, fuhren zum Bauch der Maschine und zwangen die Bodencrew, sich hinzulegen. Sie schnappten sich das Geld - nach unterschiedlichen Angaben zwischen zwei und zehn Millionen Euro - und flüchteten.

Anführer der Bande bei Schusswechsel getötet
Bei einem anschließenden Schusswechsel mit der Polizei wurde ein Räuber - vermutlich der Anführer der Bande - im Kugelhagel tödlich getroffen. Seine Komplizen dürften die Leiche (Bild unten) wenig später aus dem Wagen geworfen haben und davongerast sein. Weit kamen sie allerdings nicht.

Der Tote, dessen Name mit Murataj Admir angegeben wird, hatte bereits 2013 für Schlagzeilen gesorgt: mit einem um nichts weniger filmreifen Ausbruch aus einem Gefängnis im griechischen Trikala inklusive Feuergefecht und einer getöteten Zivilistin. Seither war der Mann auf der Flucht gewesen.

AUA: Für Besatzung bestand keine Gefahr
Weder für die Fluggäste noch für die Besatzung habe eine Gefahr bestanden, betonte AUA-Sprecherin Tanja Gruber. Die meisten dürften nichts von dem Überfall mitbekommen haben. Die Maschine startete schließlich mit fast dreistündiger Verspätung. Gruber sagte noch am Abend, dass man bis auf Weiteres als erste Sicherheitsmaßnahme solche Werttransporte aus Tirana nicht mehr übernehme. Am Mittwochvormittag gab es bei der AUA ein Meeting, bei dem Experten der Fluglinie weitere Maßnahmen diskutierten.

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