25.03.2019 14:17 |

Mehr Löschwasser nötig

E-Autos stellen Feuerwehr vor neue Herausforderung

Die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen stellt Feuerwehren vor Herausforderungen. Insbesondere Brände der Batterie und Stromschläge bergen Risiken für die Retter.

Grundsätzlich seien Elektroautos nicht gefährlicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, allerdings träten aufgrund von Antrieb und Konstruktion bei Unfällen und Bränden von E-Autos andere Gefahren auf, heißt es aus dem hessischen Innenministerium. Bei Feuerwehr-Lehrgängen werde daher mittlerweile explizit auf die Gefahren von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben eingegangen.

Mehr Löschwasser nötig
Denn einmal in Flammen, sind Elektroautos schwerer zu löschen. Das Lithium in den Akkus reagiert mit Wasser, es entstehen Wärme und Wasserstoff, der brennbar ist.
„In so einem Fall ist es nötig, deutlich mehr Löschwasser zu verwenden, als etwa bei Bränden von Pkw mit Verbrennungsmotoren“, so Ministeriumssprecher Michael Schaich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Zudem müssten Brandschützer Mindestabstände zum Fahrzeug beim Löschen einhalten. Da nicht auszuschließen sei, dass sich die Akkus später noch durch interne Reaktionen wieder erhitzten und in Brand gerieten, müssten sie auch nach dem Löschen ausreichend gekühlt werden.

Probleme bei Erkennung
Laut Harald Popp, Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes Hessen, beginnen die Probleme für Brandschützer dem Bericht nach aber schon früher: Sie müssten die E-Fahrzeuge erst einmal als solche erkennen. Ein Auspuff sei kein zuverlässiger Hinweis auf einen Verbrennungsmotor - es könne sich auch um ein Hybridauto handeln. Zuverlässige Infos biete eine sogenannte Rettungskarte, die idealerweise im Auto liege - eine solche können Autofahrer etwa über die Website des ÖAMTC für ihr Fahrzeug herunterladen und ausdrucken.

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